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Brutaler Angriff auf 41-Jährigen am Fürther Hauptbahnhof – Zeugen gesucht

11. Juni 2026, 10:54 Uhr
Die Bundespolizei nahm zwei Tatverdächtige nach einem gewalttätigen Übergriff im Regionalexpress und am Fürther Hauptbahnhof fest. (Foto: Symbolbild)Die Bundespolizei nahm zwei Tatverdächtige nach einem gewalttätigen Übergriff im Regionalexpress und am Fürther Hauptbahnhof fest. (Foto: Symbolbild)

Am Samstagmorgen ist ein 41 Jahre alter Mann in einem Regionalexpress und am Fürther Hauptbahnhof Opfer eines gewalttätigen Übergriffs geworden. Die Bundespolizei nahm zwei Tatverdächtige fest und ermittelt nun unter anderem wegen «gefährlicher Körperverletzung».

Wie die Bundespolizeiinspektion Nürnberg am Donnerstag mitteilte, gerieten die beiden 22-jährigen Männer aus Lettland und der 41-jährige bulgarische Staatsangehörige gegen 8.45 Uhr auf der Fahrt von Nürnberg nach Fürth in Streit. Die genaue Ursache der Auseinandersetzung ist bislang unklar. Im Verlauf des Konflikts schlugen die beiden jüngeren Männer dem 41-Jährigen mehrfach mit Fäusten gegen den Kopf. Zudem würgten sie ihn für mehrere Sekunden.

Nach dem Halt des Zuges am Hauptbahnhof in Fürth zogen die Angreifer das Opfer auf den Bahnsteig. Dort setzten sie den körperlichen Angriff fort. Sie schlugen weiter auf den Mann ein und traten ihn, unter anderem gezielt gegen den Kopf. Ein bislang unbekannter Zeuge schritt in das Geschehen ein. Dies ermöglichte es dem 41-Jährigen, zurück in den Zug zu flüchten.

Der Lokführer des Regionalexpresses hatte die Auseinandersetzung bemerkt und die Bundespolizei verständigt. Die eintreffenden Beamten nahmen die beiden 22-Jährigen noch auf dem Bahnsteig fest. Da die Männer bei der Festnahme Widerstand leisteten, brachten die Polizisten sie zu Boden und fesselten sie. Ein Beamter erlitt dabei leichte Verletzungen, konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen.

Ein Rettungswagen brachte das Opfer zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Der Mann erlitt eine blutende Platzwunde über einem Auge, mehrere Blutergüsse am Kopf sowie Schürfwunden am rechten Knie, am rechten Schulterblatt und an der linken Seite des Brustkorbes.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden die beiden Tatverdächtigen einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Sie befinden sich nun in einer Justizvollzugsanstalt. Die Bundespolizei hat Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Die Ermittler suchen nun nach Zeugen des Vorfalls. Insbesondere der Mann, der auf dem Bahnsteig eingeschritten ist, sowie Fahrgäste, die den Beginn des Streits im Zug beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei Nürnberg unter der Telefonnummer 0911 205551-0 oder über die E-Mail-Adresse bpoli.nuernberg@polizei.bund.de zu melden.