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Venezolanischer Bäcker in Fürth: Erste Ideen des Wettbewerbs Citymacher werden konkret

15. Juni 2026, 09:16 Uhr
Kreative Ideen für die Fürther Innenstadt: Beim Gründerwettbewerb „Citymacher Fürth“ arbeiten Teilnehmer an neuen Geschäftskonzepten. (Foto: Roland Beck)Kreative Ideen für die Fürther Innenstadt: Beim Gründerwettbewerb „Citymacher Fürth“ arbeiten Teilnehmer an neuen Geschäftskonzepten. (Foto: Roland Beck)

Die heiße Phase hat begonnen. In Fürth arbeiten derzeit kreative Köpfe an der Zukunft der Innenstadt. Der Gründerwettbewerb «Citymacher Fürth» biegt auf die Zielgerade ein und die bisherige Resonanz übertrifft die Erwartungen der Initiatoren. Noch bis zum 30. Juni haben Interessenten die Möglichkeit, ihre Ideen für neue Geschäftskonzepte einzureichen. Auch die Fürther Bürger können über ein Online-Formular weiterhin eigene Vorschläge machen.

Die begleitenden Workshops waren laut Innenstadtmanagerin Verena Tykvart überaus gut besucht. Aus einer Gruppe von Fremden sei innerhalb kürzester Zeit eine kleine Gemeinschaft entstanden, sagte sie im Gespräch mit “Fürth Aktuell”. Die Teilnehmer bringen unterschiedlichste Hintergründe mit. Die Spanne reicht vom ambitionierten Abiturienten über den Betreiber einer etablierten App bis hin zum erfahrenen Unternehmer mit Millionenumsatz. Besonders die junge Generation falle durch exzellente Vorbereitung und einen klaren Fokus auf ein konkretes Projekt auf, so Tykvart.

Beim “IdeenPitch Mittelfranken” stellten am 10. Juni einige der Wettbewerbs-Teilnehmer ihre Ideen im “Gewerbehof complex” bereits öffentlich vor. Andere halten ihre genauen Pläne noch unter Verschluss. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. So ist etwa das Konzept eines venezolanischen Bäckers bereits an die Öffentlichkeit gedrungen. In diesen Tagen besichtigen die potenziellen Gründer mögliche Ladenflächen. Im Fokus steht dabei stets die entscheidende Frage, ob die Miete auch nach dem einjährigen Förderzeitraum durch die Gewinne aus eigener Kraft getragen werden kann.

Wer am Ende das begehrte Unterstützungspaket erhält, entscheidet eine breit aufgestellte Jury. In diesem Gremium sitzen Vertreter von IHK, Handelsverband, Infra und VR-Bank ebenso wie das Wirtschaftsreferat, lokale Unternehmer und Mitglieder des Jugendrats.

Das Unterstützungspaket für den Wettbewerb umfasst einen Gesamtwert von rund 150.000 Euro. Der Hauptgewinner darf seine Geschäftsidee ein Jahr lang mietfrei in einem Ladenlokal in der Innenstadt umsetzen. Auch die Zweitplatzierten und Drittplatzierten erhalten Unterstützung. Als Hauptsponsor steuert die VR TeilhaberBank ein Startkapital sowie einen weiteren Mietzuschuss bei.

Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten, denn die Gewinner erfahren erst bei der offiziellen Preisverleihung am 30. Juni von ihrem Sieg.

Verena Tykvart kann sich vorstellen, das Projekt “Citymacher” auch danach weiter fortzuführen. Denkbar sei zum Beispiel eine dauerhafte Pop-up-Fläche in der Innenstadt. Dort könnten dann auch in Zukunft frische Ladenkonzepte unkompliziert und im halbjährlichen Wechsel direkt in der Praxis getestet werden.