Es ist ein Szenario, das bei jedem Bahnmitarbeiter für hohen Puls sorgt. Am Freitagabend ist am Fürther Haltepunkt Unterfürberg aus dem Nichts ein Mensch auf den Schienen aufgetaucht. Ein ICE näherte sich genau in diesem Moment dem Bereich. Der Triebfahrzeugführer erkannte die Situation und leitete umgehend eine Schnellbremsung ein.
Laut einem Sprecher der Bundespolizei gegenüber „Fürth Aktuell“ kam der Zug nach der Vollbremsung rechtzeitig zum Stehen. Für die Passagiere an Bord endete der Schreck glimpflich. Nach Angaben des Sprechers wurde bei der abrupten Verzögerung des schweren Zuges keiner der Reisenden verletzt. Dennoch rief das lebensgefährliche Verhalten der Person auf den Gleisen sofort die Sicherheitsbehörden auf den Plan.
Die Bundespolizei leitete kurz nach dem Vorfall eine weitreichende Fahndung rund um den Haltepunkt Unterfürberg ein. Da das Gebiet weitläufig und im Dunkeln schwer zu überblicken ist, kreiste bald darauf auch ein Hubschrauber über Fürth. Die Beamten suchten die Umgebung akribisch ab. Der Verursacher hatte jedoch den Bereich bereits verlassen. Trotz des Aufgebots am Boden und der Unterstützung aus der Luft blieb die Suche nach der Person erfolglos.
Personen im Gleisbereich unterschätzen oft die Geschwindigkeit von herannahenden Zügen und deren enormen Bremsweg. Solche Vorfälle ziehen meist ein Ermittlungsverfahren wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr nach sich. Wer Anlagen der Bahn unbefugt betritt, riskiert nicht nur das eigene Leben, sondern gefährdet massiv das Personal und die Fahrgäste.
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