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CSU schlägt Waltraud und Mariechen für Fürther Ampel vor – Volker Heißmann liefert konkrete Design-Ideen

17. Juni 2026, 14:22 Uhr , ,
Waltraud und Mariechen könnten künftig auch im Straßenverkehr auf dem Ampelmännchen an den Übergängen zum Comödienplatz zu sehen sein. (Foto: CSU Fürth)Waltraud und Mariechen könnten künftig auch im Straßenverkehr auf dem Ampelmännchen an den Übergängen zum Comödienplatz zu sehen sein. (Foto: CSU Fürth)

Die bekannten Fürther Kabarettfiguren Waltraud und Mariechen könnten schon bald den Verkehr am Comödienplatz regeln. Ein aktueller Vorstoß der CSU-Stadtratsfraktion sieht vor, die herkömmlichen Ampelmännchen an der Fußgängerampel vor der Comödie durch die beiden Kult-Damen zu ersetzen. Bislang ist dies jedoch nur eine Idee. Der Ältestenrat wird sich voraussichtlich im Herbst mit dem Thema beschäftigen, wie CSU-Fraktionschef Max Ammon auf Anfrage von „Fürth Aktuell“ bestätigte.

Ziel der Initiative ist es laut dem offiziellen Antrag, den Comödienplatz aufzuwerten. Gleichzeitig möchte die CSU damit die Wertschätzung der Stadt Fürth gegenüber der Comödie und ihren Betreibern ausdrücken. Am Montag wurde das Thema bereits im Verkehrsausschuss diskutiert. Dort stand vor allem die rechtliche Umsetzung im Fokus. Ammon berichtete, dass es zwar eine bundesweit einheitliche Vorgabe für Ampelmännchen gibt, Abweichungen aber nicht strikt verboten sind. Das Hauptproblem ist vielmehr die Haftungsfrage. Für alle Verkehrsteilnehmer muss auf den ersten Blick ersichtlich sein, ob die abgebildete Figur steht oder geht.

Die Straßenverkehrsordnung verlangt eindeutige Sinnbilder bei roten und grünen Ampelphasen. Andere bayerische und deutsche Städte wie Nürnberg, München, Bamberg oder Erfurt machen bereits vor, wie kreative Lösungen funktionieren können, ohne die Sicherheit zu gefährden. Ammon sieht für Fürth ein vertretbares Risiko und glaubt, dass die Kommune die Verantwortung für die geänderten Motive übernehmen kann.

Volker Heißmann und Martin Rassau haben Waltraud und Mariechen über Jahrzehnte zu echten fränkischen Ikonen gemacht. Volker Heißmann ist von der Idee der CSU sehr angetan und freut sich über den Vorschlag aus der Politik, wie er gegenüber „Fürth Aktuell“ mitteilte. Er reagierte auch auf Stimmen aus der Bevölkerung, die sich eher das Fürther Kleeblatt auf den Ampeln wünschen. Da ein statisches Kleeblatt jedoch nicht gehen oder stehen kann, lieferte der Komödiant direkt einen eigenen, kreativen Ansatz mit.

Sein Kompromissvorschlag sieht vor, dass ein grünes Mariechen im Kleeblattkleid fröhlich über die Straße spaziert. Die rote Waltraud soll dagegen im typischen Zebralook und mit einem genervten, hochroten Kopf wartend am Straßenrand stehen. Heißmann ist sich sicher, dass diese humorvolle Umsetzung perfekt zu Fürth passen würde. Die unzähligen Gäste, die jedes Jahr das Fürth Festival oder die Comödie besuchen, hätten an diesen Ampelfiguren sicherlich große Freude. Die endgültige Entscheidung über das neue Gesicht der Fürther Ampeln fällt nun im kommenden Herbst.