An der Wehlauer Straße in Fürth soll in den kommenden Jahren ein neuer Hauptsitz der Sparkasse entstehen. Das Projekt ist längst mehr als nur ein Neubau eines Finanzinstituts. Es berührt Fragen der Stadtentwicklung, der Verkehrsplanung und der künftigen Nutzung eines wichtigen Grundstücks im Westen der Stadt. Nun hat die Sparkasse auf einen Antrag der Stadtratsfraktion der Grünen reagiert und ihre Haltung deutlich gemacht.
Die Fraktion hatte angeregt, im Zusammenhang mit dem Neubau auch ein Park&Ride-Parkdeck sowie zusätzliche Geschosse für weitere Nutzungen zu prüfen. Die Idee dahinter: Wenn an dieser Stelle ohnehin neu gebaut wird, könnte das Grundstück möglicherweise stärker genutzt werden. Die Sparkasse kommt nach eigener Prüfung jedoch zu einem anderen Ergebnis.
Darin legt die Sparkasse dar, warum sie ein Park&Ride-Parkdeck nicht in ihre Planungen aufnehmen will. Die verfügbare Grundstücksfläche sei begrenzt. Die vorgesehenen Stellplätze seien auf den konkreten Nutzerbedarf der Sparkasse abgestimmt. Ein zusätzliches oberirdisches Parkhaus oder Parkdeck lasse sich nach Darstellung des Finanzinstituts nicht mit dem geplanten Gebäude und den notwendigen Freiflächen vereinbaren.
Neben der Fläche geht es auch um die Kosten. Eine eigenständige Parkebene würde nach Angaben der Sparkasse erhebliche technische Anforderungen auslösen. Genannt werden Investitionen in Belüftung, Brandschutz und Sprinkleranlagen. Angesichts des geplanten Nutzungsumfangs hält die Sparkasse eine solche Lösung für wirtschaftlich nicht vertretbar.
Auch eine höhere Bebauung mit zusätzlichen Geschossen ist aus Sicht der Sparkasse keine sachgerechte Lösung. Die Sparkassen-Vorstände teilten mit, dass eine solche Variante bereits zu Beginn der Planung geprüft worden sei. Die Entscheidung sei aber dagegen gefallen.
Die Sparkasse begründet dies mit ihrer strategischen Ausrichtung. Sie wolle keinen Standort entwickeln, der über den eigenen betrieblichen Bedarf hinaus auf die aktive Bewirtschaftung von Drittflächen ausgerichtet ist. Ziel sei ein funktionaler, wirtschaftlicher und zukunftsfähiger Hauptsitz für die eigenen Anforderungen.
Zusätzliche Mietflächen würden nach Einschätzung der Sparkasse weitere Risiken mit sich bringen. Dazu zähle die langfristige Nachfrage, mögliche Leerstände und die Bewirtschaftung zusätzlicher Büroflächen. Vor allem die derzeit schwierige Lage bei Büroimmobilien lasse eine verlässliche Prognose aus Sicht der Sparkasse nicht zu.
Damit bleibt die Sparkasse bei ihrer bisherigen Linie. Der Neubau soll einen langfristig tragfähigen und bedarfsgerechten Hauptsitz schaffen.
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