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Neue Analys: KI spielt in immer mehr Fürther Stellenanzeigen eine Rolle

14. Juli 2026, 09:50 Uhr
Künstliche Intelligenz gewinnt auf dem Arbeitsmarkt an Bedeutung – auch in Fürth steigen die entsprechenden Stellenanzeigen deutlich. (Foto: Symbolbild)Künstliche Intelligenz gewinnt auf dem Arbeitsmarkt an Bedeutung – auch in Fürth steigen die entsprechenden Stellenanzeigen deutlich. (Foto: Symbolbild)

Künstliche Intelligenz gewinnt auf dem Fürther Arbeitsmarkt deutlich an Bedeutung. In 3,7 Prozent der untersuchten Stellenanzeigen aus der Stadt wurden im Juni 2026 Begriffe mit Bezug zu künstlicher Intelligenz genannt. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,7 Prozent. Damit hat sich der Anteil innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

Das geht aus einer Analyse der Jobplattform Indeed hervor. Das Unternehmen wertete nach eigenen Angaben Hunderttausende Stellenanzeigen in den 65 größten deutschen Städten aus. Zusätzlich wurden die Ergebnisse für 44 Berufsgruppen untersucht. Erfasst wurde jeweils, wie häufig Begriffe zum Thema künstliche Intelligenz ausdrücklich in den Ausschreibungen vorkamen.

Fürth liegt mit einem Anteil von 3,7 Prozent unter dem Durchschnitt der untersuchten Städte. Bundesweit stieg der Mittelwert von 2,4 Prozent im Vorjahr auf 5,9 Prozent. In keiner der 65 Städte ging der Anteil der Anzeigen mit KI-Bezug zurück.

An der Spitze des Städterankings steht erneut München. Dort enthielten 17,1 Prozent der Stellenanzeigen entsprechende Begriffe. Das entspricht annähernd jeder sechsten Ausschreibung. Es folgen Berlin mit 16,1 Prozent und Aachen mit 12,1 Prozent. Zweistellige Anteile erreichten außerdem Stuttgart, Frankfurt am Main, Wolfsburg und Karlsruhe.

Die niedrigsten Werte wurden in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens festgestellt.

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch zwischen den einzelnen Berufsfeldern. Am häufigsten wurden Begriffe rund um künstliche Intelligenz in der Berufsgruppe Daten und Analyse genannt. Dort lag der Anteil bei 36 Prozent. Es folgten die Softwareentwicklung mit 27,3 Prozent, das Marketing mit 17,5 Prozent sowie Medien und Kommunikation mit 15,6 Prozent.

Auch in Bereichen wie Personalwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Forschung und Entwicklung sowie IT-Infrastruktur und Support tauchten KI-Begriffe vergleichsweise häufig auf. Die Ergebnisse zeigen damit, dass das Thema nicht mehr allein klassische Informatikberufe betrifft.

Indeed-Ökonomin Virginia Sondergeld sieht darin eine grundlegende Veränderung des Arbeitsmarktes. «Unsere Analyse zeigt, dass sich KI-Kenntnisse zunehmend zu einer Schlüsselqualifikation auf dem Arbeitsmarkt entwickeln», erklärte sie. Besonders ausgeprägt sei diese Entwicklung in Städten mit einer hohen Zahl internationaler Technologieunternehmen. Zugleich nehme die Bedeutung entsprechender Kenntnisse inzwischen bundesweit zu.

Beschäftigte sollten sich nach Einschätzung Sondergelds damit befassen, wie sich KI-Werkzeuge sinnvoll im beruflichen Alltag einsetzen lassen. Auch Unternehmen müssten bestehende Belegschaften gezielt weiterbilden. Die Entwicklung betreffe vor allem Büroberufe, könne aber beispielsweise im Gesundheitswesen auch administrative Aufgaben erleichtern.

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