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Europa im Schulalltag: Workshop an der Realschule Zirndorf

14. Juli 2026, 09:24 Uhr ,
Schüler der Realschule Zirndorf informierten sich bei einem Workshop von Europe Direct Nürnberg über die Europäische Union und ihren Einfluss auf den Alltag. (Foto: Realschule Zirndorf)Schüler der Realschule Zirndorf informierten sich bei einem Workshop von Europe Direct Nürnberg über die Europäische Union und ihren Einfluss auf den Alltag. (Foto: Realschule Zirndorf)

Europa begegnet jungen Menschen nicht nur im Politikunterricht. Es steckt auch im Mobiltelefon, auf Reisen, bei einem Arztbesuch im Ausland oder im europaweit gültigen Notruf. Wie stark die Europäische Union den Alltag prägt, erfuhren Schüler der Realschule Zirndorf bei einem Workshop von Europe Direct Nürnberg. Die Veranstaltung war zugleich der Auftakt zum Europaschuljahr.

Die Referentinnen Carima Jekel und Franziska Müller setzten dabei nicht auf einen langen Vortrag. Die Jugendlichen sollten selbst mitmachen, Fragen stellen und gemeinsam Lösungen finden. Zunächst richtete sich der Blick auf die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Flaggen mussten den richtigen Ländern zugeordnet werden, hinzu kamen Informationen über die Entstehung und Entwicklung der europäischen Gemeinschaft.

Auch kontroverse und aktuelle Fragen blieben nicht außen vor. Die Teilnehmer sprachen über den Brexit und die Debatte über einen möglichen EU-Beitritt Islands. Danach standen die Institutionen der Europäischen Union im Mittelpunkt. Die Schüler erfuhren, welche Aufgaben sie übernehmen und warum europäische Entscheidungen häufig auf Verhandlungen und Kompromissen beruhen.

Wie viel Zusammenarbeit bewirken kann, zeigte ein Bilder-Memory. Zunächst versuchten die Jugendlichen allein, sich möglichst viele Motive einzuprägen. Anschließend wurde dieselbe Aufgabe gemeinsam gelöst. In den Gruppen blieb deutlich mehr im Gedächtnis. Das Ergebnis diente als Beispiel dafür, dass viele Herausforderungen leichter gemeinsam bewältigt werden können.

Besonders nah am Alltag waren die Informationen über europäische Regelungen. Kostenloses Datenroaming innerhalb der EU, die Notrufnummer 112, die Europäische Krankenversicherungskarte und offene Grenzen im Schengen-Raum gehören für viele längst zur Normalität. Dass diese Möglichkeiten auf europäischen Vereinbarungen beruhen, sei jedoch nicht immer bewusst, hieß es von der Schule.

Vorgestellt wurde außerdem DiscoverEU. Über das Programm können sich 18-Jährige um einen Travel-Pass bewerben und damit Europa überwiegend mit der Bahn bereisen. Darüber hinaus diskutierten die Schüler über Fake News, Pressefreiheit, Künstliche Intelligenz und Deepfakes. Weitere Gesprächspunkte waren der Klima- und Umweltschutz, Verbraucherrechte, Datenschutz und die Sicherheit junger Menschen im Internet.

Zum Abschluss ging es um politisch umstrittene Fragen wie die Europawahl ab 16 Jahren, Grenzkontrollen, eine mögliche europäische Armee und die Solidarität zwischen den EU-Staaten. Das Europaschuljahr wird am Montag, 27. Juli, mit einem Europafest fortgesetzt. Die Veranstaltung findet von 14 bis 17 Uhr in der Realschule Zirndorf statt.

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