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Fürther Bürostandort wird als «Blühender Betrieb» ausgezeichnet

15. Juli 2026, 15:47 Uhr , ,
Das begrüntes Dach und insektenfreundlich gestaltete Außenflächen des Golfpark-Office in Fürth wurden als „Blühender Betrieb“ ausgezeichnet. (Foto: Astrid Schmidhuber/Bayerisches Umweltministerium)Das begrüntes Dach und insektenfreundlich gestaltete Außenflächen des Golfpark-Office in Fürth wurden als „Blühender Betrieb“ ausgezeichnet. (Foto: Astrid Schmidhuber/Bayerisches Umweltministerium)

Ein begrüntes Dach, ungemähte Rückzugsflächen und verschiedene Nisthilfen für Insekten haben einem Bürostandort in Fürth eine staatliche Auszeichnung eingebracht. Das Unternehmen Golfpark-Office im Stadtteil Atzenhof ist vom Bayerischen Umweltministerium als «Blühender Betrieb» ausgezeichnet worden.

Umweltminister Thorsten Glauber überreichte die Urkunde am Dienstag, 14. Juli, bei einer Veranstaltung in München. Die Firma gehörte zu zehn Unternehmen und Einrichtungen, die das Prädikat erstmals erhielten. Drei weitere Betriebe wurden erneut ausgezeichnet. Golfpark-Office vermietet im Fürther Stadtteil Atzenhof Firmenadressen sowie vollständig ausgestattete Büroflächen mit Größen zwischen 12 und 60 Quadratmetern.

Mit dem Prädikat würdigt der Freistaat Unternehmen, die ihre Außenflächen insektenfreundlich gestalten und damit Lebensräume, Nahrungsquellen und Rückzugsorte schaffen. Die Auszeichnung ist Teil des Blühpakts Bayern, den der Freistaat 2018 ins Leben gerufen hat.

Der ausgezeichnete Bürostandort liegt an der Gustav-Weißkopf-Straße im Golfpark Atzenhof. Das in Holzbauweise errichtete Gebäude besitzt nach Angaben des Unternehmens ein rund 600 Quadratmeter großes begrüntes Dach. Dort wachsen heimische Kräuter und Gräser. Die Dachbegrünung soll unter anderem Regenwasser zurückhalten und das Kleinklima am Gebäude verbessern.

Auch das Außengelände wurde laut der Inhaber Renate und Michael Killermann mit unterschiedlichen Strukturen gestaltet. Dazu gehören ein Fischweiher und ein Naschgarten, der den Mietern sowie den rund 35 am Standort beschäftigten Mitarbeitern zur Verfügung steht.

Für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten wurden verschiedene mögliche Nist- und Rückzugsorte geschaffen. Auf dem Gelände befinden sich ein Wildbienenhotel, Erdhummelburgen, Totholzhaufen und ein Sandarium. Solche offenen Sandflächen können bestimmten Wildbienenarten Nistmöglichkeiten bieten. Ein großer Teil der heimischen Wildbienenarten legt seine Nester im Boden an.

Zum Pflegekonzept gehört demnach, einen Teil der Blühflächen über den Winter nicht zu mähen. Nach Angaben des Unternehmens bleiben 20 bis 30 Prozent der Wiesen stehen. Die trockenen Stängel und Pflanzenreste können Insekten als Rückzugsort dienen. Zudem verzichtet Golfpark-Office auf chemische Pflanzenschutzmittel und torfhaltige Substrate.

«Wir beteiligen uns am Blühpakt, da wir zeigen möchten, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftliches Handeln Hand in Hand gehen können, und so ein Vorbild für andere Betriebe sein möchten», erklären Renate und Michael Killermann.

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