Regen fällt derzeit vielerorts zu selten und in Teilen Bayerns sinken die Grundwasserstände. In Fürth hat die Trockenheit bislang jedoch keine außergewöhnliche Verbrauchsspitze ausgelöst. Nach Angaben der Stadt bleibt die Trinkwasserversorgung stabil. Einschränkungen seien derzeit nicht absehbar.
Berichte über Wasserknappheit in anderen Kommunen hatten zuletzt auch in Fürth für Verunsicherung gesorgt. Mehrfach hätten sich Einwohner an Oberbürgermeister Thomas Jung gewandt und gefragt, ob auch im Stadtgebiet mit Einschränkungen gerechnet werden müsse.
Jung sieht dafür gegenwärtig keinen Anlass. Fürth sei bei der Wasserversorgung «anders als in anderen bayerischen Städten wie beispielsweise München» gut aufgestellt, erklärte er. Zugleich führte er den bislang moderaten Verbrauch auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zurück.
«Dank unserer verantwortungsbewussten Bürger haben wir in diesem Hitze-Sommer noch keinen Höchstverbrauch feststellen können», so Jung. In früheren Jahren sei der Spitzenbedarf zu diesem Zeitpunkt teilweise bereits erreicht worden. Im aktuellen Sommer sei dies bislang nicht der Fall.
Ein Grund für die nach Einschätzung der Stadt verlässliche Versorgung liegt in der Struktur des Fürther Wassernetzes. Das Trinkwasser stammt aus drei unterschiedlichen Gewinnungsgebieten. Dadurch soll verhindert werden, dass die Versorgung zu stark von einem einzelnen Gebiet abhängt.
Auch länger anhaltende Hitzeperioden seien Teil der Planungen. Nach Angaben der Stadt fließen klimatische Veränderungen und deren Folgen in Prognosen und langfristige Entscheidungen ein. Die Kapazitäten seien entsprechend ausgelegt worden.
Eine weitere Rolle soll künftig das neue Wasserwerk im Versorgungsgebiet Knoblauchsland übernehmen. Die Anlage wird derzeit in Betrieb genommen. Die Stadt bezeichnet sie als eines der modernsten Wasserwerke Deutschlands.
Entwarnung ohne Einschränkungen bedeutet die stabile Lage dennoch nicht. Trockenheit und hohe Temperaturen können die Grundwasserstände über längere Zeit belasten. Der bayerische Niedrigwasser-Informationsdienst meldete Anfang Juli an einem Großteil der Messstellen niedrige Verhältnisse.
Jung appelliert deshalb weiterhin an einen bewussten Verbrauch. «Trinkwasser ist ein kostbares Gut, nicht unbegrenzt verfügbar und unverzichtbar für Mensch, Natur und Landwirtschaft», erklärte er. Auch ohne akuten Engpass sei es wichtig, Wasser nicht unnötig zu verbrauchen.

