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Fürth erhöht Förderung für Ateliers auf 20.000 Euro

18. Juli 2026, 14:02 Uhr ,
Die Stadt Fürth fördert 15 Künstler und Ateliergemeinschaften mit Zuschüssen für ihre Arbeitsräume. (Foto: Symbolbild)Die Stadt Fürth fördert 15 Künstler und Ateliergemeinschaften mit Zuschüssen für ihre Arbeitsräume. (Foto: Symbolbild)

Steigende Mieten und Energiekosten belasten auch Künstler, die für ihre Arbeit auf ausreichend große Räume angewiesen sind. Die Stadt Fürth stellt deshalb für die Atelierförderung 2026/2027 insgesamt 20.000 Euro bereit. Das sind 5000 Euro mehr als im vorherigen Förderzeitraum. Nach Angaben des Kulturamtes wurden 15 Förderzusagen vergeben.

Der Zuschuss soll dazu beitragen, bestehende Ateliers und Ausstellungsorte zu sichern und neue Arbeitsräume zu ermöglichen. Die Atelierförderung richtet sich an professionelle bildende Künstler, deren Arbeitsschwerpunkt in Fürth liegt. Bezuschusst werden können bis zu 50 Prozent der Kaltmiete. Neben einzelnen Künstlern können auch Ateliergemeinschaften berücksichtigt werden.

Die Förderung wurde 2021 vom Fürther Stadtrat eingeführt. Der Kulturbeirat hatte im vergangenen Jahr empfohlen, das jährliche Budget von 15.000 auf 20.000 Euro anzuheben. Als Grund nannte das Gremium die gestiegenen Kosten und das Ziel, weiterhin einen erheblichen Teil der jeweiligen Ateliermieten übernehmen zu können. Die Erhöhung wurde anschließend in den Haushaltsberatungen beschlossen.

Über die Vergabe entschied eine fünfköpfige Jury. Ihr gehörten Natalie de Ligt von der kunst galerie fürth, Peter Wendl von der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Lutz Krutein vom Kulturring C, Maria Theiss-Hanke von der Fürther Gesellschaft der Kunstfreunde und Gerti Köhn vom Kulturamt an.

Eine Förderzusage erhielten Sascha Banck, Barbara Engelhard, Inge Gutbrod, Jan Bauer, Evgeniia Mekhova, Sabine Neubauer, Inkyu Park, Stefan Roess, Anja Schoeller, Susanne Roth, Klaus Haas, Tobias Rempp, Andrea Sohler und Hjalmar Leander Weiß. Hinzu kommt die gemeinsame Arbeitsstätte von Elizabeth Thallauer, Anna Steward und Katrin Riedl. Der Förderzeitraum reicht vom 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2027.

Die ausgewählten Künstler stehen für unterschiedliche Arbeitsweisen. Das Spektrum reicht von Malerei, Zeichnung und Fotografie über Textilkunst und Bildhauerei bis zu Installationen, Videos und digitalen Bildwelten. Mehrere Geförderte verbinden ihre Arbeit zudem mit gesellschaftlichen, technologischen oder ökologischen Fragen.

Sascha Banck kombiniert beispielsweise Malerei mit digitalen Techniken, Musik und Tanz. Inge Gutbrod beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Lichtdurchlässigkeit und arbeitet dabei bevorzugt mit Wachs. Jan Bauer entwickelt über längere Zeiträume Gemälde- und Zeichnungsserien, die er als «Dokumentarische Malerei» bezeichnet.

Evgeniia Mekhova widmet sich vor allem Landschaften, Licht und Atmosphäre. Für eine neue Werkserie will sie im Fürther Stadtpark unter freiem Himmel arbeiten. Inkyu Park verwendet unter anderem Getränkekartons, aus denen er an antike Formen erinnernde Skulpturen schafft. Stefan Roess arbeitet fotografisch, während Tobias Rempp Beton als künstlerisches Material nutzt und dabei auch scheinbar leichte und fragile Formen entwickelt.

Zur geförderten Szene gehören sowohl Künstler, die seit Jahrzehnten in Fürth arbeiten, als auch jüngere oder später hinzugezogene Kunstschaffende. Mehrere von ihnen waren bereits mit Kulturpreisen ausgezeichnet worden oder haben ihre Werke in Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert.

Auch die Ateliergemeinschaft von Elizabeth Thallauer, Anna Steward und Katrin Riedl erhält Unterstützung. Die drei Künstler bezogen 2023 eine ehemalige Gaststätte, die seither als Atelier und Ausstellungsraum dient. Dort entstehen unter anderem Installationen, Performances sowie Video- und Klangprojekte.

Wie dicht das Netz künstlerischer Arbeitsräume in Fürth ist, zeigt sich bei den offenen Ateliertagen «Gastspiel». Am 17. und 18. Oktober 2026 öffnen rund 40 Ateliers ihre Türen. Mehr als 100 Künstler präsentieren dort Malerei, Druckgrafik, Bildhauerei, Fotografie, Installationen und weitere Kunstformen. Viele Standorte liegen vergleichsweise nah beieinander und lassen sich zu Fuß erreichen.

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