In Fürth werden inzwischen fast zwei von drei Wegen ohne Auto oder Motorrad zurückgelegt. Das geht aus der Mobilitätsstudie 2025 hervor, für die die infra das Verkehrsverhalten in der Stadt untersuchen ließ. Besonders das Fahrrad legt gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Zugleich erreicht der öffentliche Nahverkehr hohe Werte bei Zufriedenheit und Weiterempfehlung.
Für die Untersuchung wurden 3600 Personen aus 1700 Haushalten befragt. Der sogenannte Umweltverbund, zu dem alle Verkehrsmittel außer Autos und Motorrädern zählen, kommt demnach auf einen Anteil von 62 Prozent am gesamten Verkehrsaufkommen. 2024 waren es 61 Prozent. Seit 2005 sei der Anteil nach Angaben der Stadt um insgesamt 14 Prozentpunkte gestiegen und liege damit so hoch wie noch nie.
Beim öffentlichen Personennahverkehr zeigt sich gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung. Busse und Bahnen kommen weiterhin auf einen Anteil von 18 Prozent. Auch der Fußverkehr bleibt mit 29 Prozent stabil.
Eine leichte Verschiebung gibt es beim Fahrrad. Dessen Anteil steigt um einen Prozentpunkt auf elf Prozent. Weitere vier Prozent entfallen unverändert auf E-Bikes. Nach Angaben der Stadt wurden damit gegenüber dem Vorjahr rund 4000 Wege zusätzlich mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Oberbürgermeister Thomas Jung bewertet die Entwicklung positiv. «Der positive Trend stimmt und macht Fürth weiterhin attraktiv und lebenswert», wird Jung in der Mitteilung zitiert. Das Ergebnis sei zugleich Ansporn, die Mobilitätsangebote in der Stadt weiterzuentwickeln.
Hohe Werte weist die Untersuchung auch für die Akzeptanz des öffentlichen Nahverkehrs aus. 92 Prozent der Befragten würden den ÖPNV in Fürth weiterempfehlen. Im vergangenen Jahr waren es 89 Prozent. Zudem geben 95 Prozent an, mit dem Angebot und der infra selbst zufrieden oder sehr zufrieden zu sein.
Bei der Bewertung einzelner Verkehrsmittel schneiden die Busse etwas besser ab als die U-Bahn. Für die Busse weist die Studie eine Zufriedenheit von 86 Prozent aus, für die U-Bahn von 83 Prozent.
«Über dieses starke Vertrauen und die hohe Weiterempfehlungsquote unserer Fahrgäste freuen wir uns sehr», erklärt infra-Geschäftsführer Marcus Steurer.
Die Ergebnisse zeigen damit vor allem eine schrittweise Veränderung des Fürther Verkehrsverhaltens. Während sich die Anteile von Fußverkehr und ÖPNV zuletzt kaum verändert haben, gewinnt das Fahrrad leicht hinzu. Gleichzeitig bleibt das Auto beziehungsweise Motorrad trotz des langfristigen Rückgangs ein wesentlicher Bestandteil der Mobilität in der Stadt.

