Eine schwere Auseinandersetzung in der Fürther Innenstadt beschäftigt inzwischen die Mordkommission. Ein 19-Jähriger sitzt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Untersuchungshaft. Gleichzeitig suchen die Ermittler nach zwei jungen Frauen, die möglicherweise wichtige Angaben zu dem Geschehen in der Königstraße machen können.
Begonnen hatte der Vorfall am frühen Sonntagmorgen gegen 3 Uhr. Ein 58-jähriger Deutscher geriet dort nach bisherigen Erkenntnissen mit zwei 17- und 19-jährigen Deutschen in Streit. Warum die Auseinandersetzung begann, ist bislang nicht geklärt.
Der zunächst verbale Streit eskalierte. Der 58-Jährige wurde zu Boden geschlagen. Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, anschließend mehrfach mit den Füßen gegen den Kopf des am Boden liegenden Mannes getreten zu haben.
Polizeistreifen konnten den 19-Jährigen und seinen 17-jährigen Begleiter kurze Zeit später antreffen und festnehmen. Für den Jugendlichen endeten die polizeilichen Maßnahmen noch am Sonntagmorgen. Er wurde seinen Erziehungsberechtigten übergeben.
Anders verlief das Verfahren für den 19-Jährigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an und erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.
Zwei Frauen könnten wichtige Beobachtungen gemacht haben
Für die Mordkommission sind nun unter anderem zwei bislang unbekannte junge Frauen von Bedeutung. Sie sollen kurz vor der Tat mit den beteiligten Personen gesprochen haben und könnten deshalb möglicherweise zur Aufklärung der Ereignisse beitragen.
Nach der Auseinandersetzung stiegen beide Frauen in einen dunklen VW Touran mit Nürnberger Zulassung. Am Steuer saß den bisherigen Erkenntnissen zufolge eine weitere unbekannte Person. Die beiden gesuchten Frauen sollen schwarze Oberteile getragen haben.
Die Polizei versucht nun, ihre Identität festzustellen. Die beiden Frauen selbst sowie Personen, die wissen könnten, um wen es sich handelt, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

