Erst sollen sie sich auf der Autobahn dicht aufgefahren und verbotswidrig überholt haben, dann eskalierte der Streit auf dem Standstreifen: Zwei Autofahrer sind am Donnerstagvormittag auf der A73 bei Fürth körperlich aneinandergeraten. Einer der Männer nahm dabei eine Feinsäge aus seinem Kofferraum. Am Ende musste ein Beteiligter mit Verdacht auf Rippenfrakturen ins Krankenhaus gebracht werden.
Nach Angaben der Verkehrspolizei Erlangen waren der 60 Jahre alte Fahrer eines Autos und der 27 Jahre alte Fahrer eines Kleintransporters gegen 9.40 Uhr auf der A73 in Richtung Erlangen unterwegs. Beide Männer sind deutsche Staatsangehörige und wohnen in Fürth.
Während der Fahrt soll es zwischen ihnen zu mehreren Verkehrsdelikten gekommen sein. Die Polizei nennt unter anderem verbotswidriges Überholen und dichtes Auffahren. Zudem tauschten die beiden Fahrer gegenseitig Handzeichen aus.
Kurz vor der Anschlussstelle Fürth-Poppenreuth hielten beide Fahrzeuge schließlich auf dem Standstreifen an. Dort nahm der 60-Jährige eine Feinsäge aus dem Kofferraum seines Autos.
Der 27-Jährige nahm ihm die Säge ab und stieß den Mann dabei über die Außenschutzplanke. Bei dem Gerangel zog sich der 27-Jährige Schnittverletzungen an den Händen zu. Auf der anderen Seite der Leitplanke setzte sich die Auseinandersetzung fort. Beide Männer schlugen nach Angaben der Polizei mit den Fäusten aufeinander ein, bevor sich die Situation schließlich beruhigte.
Die Schnittverletzungen des 27-Jährigen wurden von Polizeibeamten vor Ort ambulant versorgt. Der 60-Jährige erlitt möglicherweise Rippenfrakturen und wurde vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Verkehrspolizei Erlangen hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer die Auseinandersetzung oder das vorausgegangene Geschehen auf der A73 beobachtet hat, kann sich unter der Telefonnummer 09131/760-414 bei der Verkehrspolizei Erlangen melden.

