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Fürth-Poppenreuth: Drei Frauen wehren sich gegen mutmaßlichen Räuber

1. Oktober 2026, 09:46 Uhr
Symbolbild: Roland BeckSymbolbild: Roland Beck

Innerhalb weniger Minuten soll ein 58-Jähriger in Fürth-Poppenreuth drei Frauen angegriffen und versucht haben, ihnen Taschen beziehungsweise eine Geldbörse wegzunehmen. Doch alle drei setzten sich zur Wehr. Nach einer kurzen Flucht nahm die Fürther Polizei den Mann in der Umgebung fest.

Die Serie von Vorfällen begann am Dienstag gegen 10.45 Uhr in einer Bäckerei an der Hans-Vogel-Straße. Dort soll der Mann zunächst zwei Kundinnen im Alter von 57 und 82 Jahren ins Visier genommen haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen griff er nach ihren Taschen und versuchte, diese an sich zu nehmen.

Die beiden Frauen ließen das jedoch nicht zu und wehrten sich gegen den Angriff. Der 58-Jährige gab schließlich auf und verließ die Bäckerei. Eine der beiden Kundinnen erlitt leichte Verletzungen.

Wenig später kam es direkt vor dem Geschäft zu einem weiteren Vorfall. Auf dem Parkplatz begegnete der Mann einer 45-Jährigen, die zu diesem Zeitpunkt ihre Geldbörse in der Hand hielt. Er soll versucht haben, ihr das Portemonnaie mit Gewalt zu entreißen.

Auch die dritte Frau setzte sich zur Wehr. Wieder gelang es dem Tatverdächtigen nicht, an die Geldbörse zu kommen. Anschließend flüchtete er vom Parkplatz.

Die alarmierte Polizeiinspektion Fürth begann sofort mit der Suche nach dem Mann. Die Fahndung dauerte nicht lange: Beamte entdeckten den 58-Jährigen noch in der näheren Umgebung und nahmen ihn fest.

Der Beschuldigte besitzt nach Angaben der Polizei die polnische Staatsangehörigkeit. Bei den drei Frauen im Alter von 45, 57 und 82 Jahren handelt es sich um deutsche Staatsangehörige.

Nach der Festnahme stellte die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth Haftantrag. Der Tatverdächtige sollte am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der über die Haftfrage zu entscheiden hatte. Eine öffentlich mitgeteilte Entscheidung über eine mögliche Untersuchungshaft war zunächst nicht bekannt.

Die Ermittlungen zu den drei Vorfällen dauern an. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den 58-Jährigen die Unschuldsvermutung.

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