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Bis zu 3,25 Prozent Zinsen: infra sammelt 15 Millionen Euro für Fürths Versorgungssicherheit

11. März 2026
Mit «KraftQuelle» wirbt die infra um Bürgerkapital für den Schutz der Wassergebiete und den Ausbau des Stromnetzes in Fürth. (Foto: Symbolbild)Mit «KraftQuelle» wirbt die infra um Bürgerkapital für den Schutz der Wassergebiete und den Ausbau des Stromnetzes in Fürth. (Foto: Symbolbild)

Für die Sicherstellung einer nachhaltigen Stromversorgung und Trinkwasserversorgung in Fürth ruft der lokale Energieversorger infra eine neue Finanzierungsrunde ins Leben. Unter dem Titel «KraftQuelle» können sich interessierte Bürger an lokalen Infrastrukturprojekten beteiligen. Im Mittelpunkt stehen der Schutz der Wassergebiete und der Ausbau des Stromnetzes.

Das Beteiligungsmodell startet am 17. März 2026 um 9 Uhr und hat ein maximales Emissionsvolumen von 15 Millionen Euro. Die Anleger erwerben dabei sogenannte vinkulierte Namensgenussrechte. Dieses Finanzinstrument bietet eine unternehmerische Beteiligung an der infra fürth gmbh.

Die eingenommenen Gelder fließen direkt in konkrete Projekte in der Region. Dazu gehören Schutzmaßnahmen für die Wassergebiete im Rednitztal, im Knoblauchsland sowie bei Allersberg. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des Fürther Stromnetzes. Geplant ist unter anderem die Errichtung eines neuen Schalthauses in der Nähe des Fürther Sportboothafens.

Der Geschäftsführer der infra, Marcus Steurer, bewertet das Modell als doppelten Gewinn. Er betont: «Die Teilnehmer profitieren von attraktiven Zinserträgen, zugleich investieren sie direkt in die Zukunft Fürths und gestalten die Energiewende vor Ort aktiv mit.»

Für die Anleger gibt es zwei verschiedene Zinsmodelle. Bestehende Kunden der infra, die Strom, Gas oder Fernwärme beziehen, erhalten eine jährliche Verzinsung von 3,25 Prozent. Dieses Angebot nennt das Unternehmen «KraftQuelle Premium». Für alle anderen Zeichnungsberechtigten gilt ein Zinssatz von 3,0 Prozent im Rahmen der regulären «KraftQuelle».

Zeichnungsberechtigt ist jede natürliche, voll geschäftsfähige Person sowie juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts. Die Mindestbeteiligung beträgt 1000 Euro, wobei nach oben keine Grenze gesetzt ist. Die Anleger binden sich für eine Mindestlaufzeit von fünf vollen Kalenderjahren an das Projekt. Nach Ablauf dieser Frist besteht die Möglichkeit einer jährlichen Kündigung. Für die Teilnehmer fallen keine zusätzlichen Kosten an. Die Auszahlung der Zinsen erfolgt jeweils im Sommer des Folgejahres, sobald ein ausreichender Jahresabschluss festgestellt wurde.

Das Prinzip der Bürgerbeteiligung ist für das Fürther Unternehmen nicht neu. Bei vorherigen Projekten dieser Art sammelte die infra bereits rund 59 Millionen Euro ein. Diese Gelder wurden ebenfalls für den Ausbau der Infrastruktur und für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie in der Region verwendet.

Die Registrierung erfolgt über ein Online-Portal. Interessierte finden den Verkaufsprospekt, die dazugehörigen Informationsblätter sowie die Vermittlerplattform auf der Internetseite der infra.