In Oberasbach steht Kindern im Alter von sechs bis 14 Jahren ab sofort eine neue Kletter- und Balancieranlage zur Verfügung. Die Einrichtung im Areal Grün für alle am Andreas-Güllering-Weg wurde am 20. April 2026 offiziell eingeweiht. Sie ersetzt eine über 20 Jahre alte Anlage, die aufgrund fehlender Ersatzteile und auslaufender TÜV-Zulassung durch den städtischen Bauhof im Vorfeld demontiert werden musste.
Die Realisierung des Bauprojekts geht maßgeblich auf eine Initiative der örtlichen Pestalozzi-Grundschule zurück. Schüler und Lehrer hatten im Jahr 2024 ein Konzept zum Thema Aktivität und Bewegung erarbeitet. Dafür erhielt die Bildungseinrichtung bei der bundesweiten Ausschreibung des Hob-Preises der Stiftung Kinderförderung von Playmobil ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro. Die Bürgerstiftung Oberasbach steuerte anschließend weitere 5.000 Euro zur Deckung der Gesamtkosten bei. Der städtische Bauhof übernahm in Eigenleistung die Demontage der Altgeräte, die Aufbereitung des Untergrunds, den Aufbau der neuen Anlage sowie die Materialkosten für Sand und Beton. Die Spielplatzfläche selbst befindet sich im Besitz der katholischen Kirchenstiftung der Pfarrei St. Johannes, die das Areal der Öffentlichkeit weiterhin kostenlos zur Verfügung stellt.
Zur Ausstattung des neu gestalteten Spielplatzes gehören vier bis zu drei Meter hohe Kletterpfähle, zwei Balancierbalken, ein Dreifach-Reck aus hellem Robinienholz sowie Balancierseile, eine Hangelgirlande und ein Flächennetz. Zudem integrierten die Planer ein inklusives Spielgerät, das mit grünen Fallschutzmatten unterlegt ist und Übungen für Rollstuhlfahrer ermöglicht.
Erste Bürgermeisterin Birgit Huber bezeichnete das Vorhaben als ein verbindendes Gemeinschaftsprojekt und dankte allen Beteiligten, die das Areal aufgewertet hätten. Die Leiterin der Pestalozzi-Grundschule, Elke Wilhelm, äußerte sich positiv über das neue Angebot zur Gesundheitsförderung an der frischen Luft. Sie wies zugleich darauf hin, dass eine ursprünglich geplante sogenannte Menschenwippe für Rollstuhlfahrer aus Platzgründen und aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden konnte. Andrea Möhringer, Vorständin der Stiftung Kinderförderung von Playmobil, lobte die Initiative der Schule. Es freue die Stiftung sehr, dass das Preisgeld direkt in ein konkretes Bewegungsangebot fließe.
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