Das Unwetter am Dienstag hat eines der markantesten Naturdenkmäler im Landkreis Fürth zu Fall gebracht. Eine rund 200 Jahre alte Stieleiche an der Kreisstraße FÜ 7 zwischen Veitsbronn und Puschendorf wurde entwurzelt. Der stattliche Baum hatte das Bild an der Verbindungsstraße geprägt.
Die Eiche war seit dem 28. Januar 1963 als Naturdenkmal geschützt. Nach den Angaben in der Naturdenkmal-Liste des Landkreises besaß sie einen Stammumfang von etwa 4,80 Metern. Sie war rund 28 Meter hoch, ihre Krone erreichte einen Durchmesser von ungefähr 22 Metern.
Schon vor längerer Zeit hatte sich gezeigt, dass der alte Baum besondere Pflege benötigte. Nach Angaben von Veitsbronns Bürgermeister Marco Kistner ließ die Gemeinde vor über eineinhalb Jahrzehnten umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Eiche ausführen, um ihre Lebenszeit zu verlängern.
«Aber irgendwann gibt auch der widerstandsfähigste Baum nach», bedauerte Kistner am Dienstagabend.
Mit der entwurzelten Eiche verliert Veitsbronn nicht nur einen außergewöhnlich großen und alten Baum. Das Naturdenkmal war zugleich ein weithin sichtbarer Bestandteil der Landschaft an der Straße nach Puschendorf. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

