Für manche Schüler scheitert die Teilnahme an einer Mountainbike-Gruppe schon an einer einfachen Frage: Woher kommt das passende Fahrrad? An der Staatlichen Realschule Zirndorf soll das künftig seltener ein Hindernis sein. Dank einer Spende über 2.000 Euro von der Sparkasse Fürth stehen der Schule jetzt vier neue Mountainbikes zur Verfügung.
Die Fahrräder sind unterschiedlich groß und sollen vor allem Jugendlichen zugutekommen, die kein eigenes Mountainbike besitzen oder dieses nicht zur Schule transportieren können. Bei der Anschaffung unterstützte der Fahrradhändler Mlady aus Oberasbach die Schule mit einem Preisnachlass. Auch die jährliche Überprüfung der Räder übernimmt das Unternehmen.
Übergeben wurden die Mountainbikes von Matthias Prießnitz, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Zirndorf. Mit dabei waren Landrat Bernd Obst und Schulleiter Michael Gerling.
«Sport und Bewegung dürfen keine Frage des Geldbeutels sein», sagte Obst. Die neuen Räder sollen es weiteren Kindern ermöglichen, gemeinsam aktiv zu werden.
Das Mountainbiken gehört an der Realschule bereits seit dem vergangenen Schuljahr zum freiwilligen Angebot. Unter der Leitung von Lehrer Philipp Maruhn waren damals durchschnittlich sechs Schüler unterwegs, und das bei nahezu jedem Wetter.
Wer mitmachen möchte, muss noch kein erfahrener Mountainbiker sein. Die ersten Übungen finden auf dem Schulgelände statt. Dort lernen die Jugendlichen, ihr Rad beim Bremsen, in Kurven sowie an Steigungen und Gefällen sicher zu kontrollieren.
Mit zunehmender Erfahrung geht es hinaus in den Zirndorfer Stadtwald. Dort können die Schüler auf geeigneten Waldwegen ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Neben der Fahrtechnik stehen Ausdauer, gegenseitige Rücksichtnahme und der respektvolle Umgang mit der Natur im Mittelpunkt.
Auch der Weg zum Wald gehört zum Lernprogramm. Denn die Jugendlichen müssen sich als Gruppe im Straßenverkehr bewegen und dabei Regeln beachten.
Landrat Obst sieht darin einen wichtigen Bestandteil der Verkehrserziehung. Gerade wenn junge Menschen zunehmend selbstständig unterwegs seien, müsse sicheres und rücksichtsvolles Verhalten regelmäßig geübt werden.
Mit den vier neuen Fahrrädern soll das Angebot nun weiter wachsen. Langfristig orientiert sich die Schule auch an der sogenannten «Outdoor Education», wie sie etwa in Neuseeland verbreitet ist. Dabei werden Bewegung, praktische Erfahrungen und das Lernen in der Natur miteinander verbunden.

