Für Fußgänger und Radfahrer endet die vorübergehende Freigabe der Zirndorfer Brücke. Mit Beginn der winterlichen Witterung wird die Stadt Fürth den bisherigen Durchgang auf der Westseite des Bauwerks endgültig schließen. Einen festen Termin für die Sperrung gibt es noch nicht. Entscheidend ist die Wettervorhersage.
Der Grund liegt im schlechten baulichen Zustand der Brücke. Schwere Winterdienstfahrzeuge dürfen das Bauwerk nicht mehr befahren. Damit kann die Stadt weder Schnee räumen noch bei Glätte ausreichend streuen. Ein sicherer Winterdienst ist unter diesen Voraussetzungen nicht möglich. Sobald winterliche Straßenverhältnisse zu erwarten sind, muss deshalb auch der verbliebene Korridor für Fußgänger und Radfahrer gesperrt werden.
Die Zirndorfer Brücke ist bereits seit November 2025 für den motorisierten Verkehr geschlossen. Ein Gutachten hatte ergeben, dass das Bauwerk nicht mehr dauerhaft genutzt werden kann und abgebrochen werden muss. Im März 2026 wurde nach Abstimmung mit einem externen Gutachter zumindest die Überquerung für Fußgänger und Radfahrer wieder ermöglicht. Diese Freigabe war von Anfang an auf die frostfreie Jahreszeit begrenzt.
Mit der erneuten Sperrung müssen Fußgänger und Radfahrer wieder die ausgeschilderte Ausweichroute nutzen. Diese führt wie bereits im vergangenen Winter parallel zur Rednitz über den Vestner Weg, den Kellerweg und den Betriebsweg entlang des Main-Donau-Kanals.
Für die Zirndorfer Brücke gibt es langfristig keine Möglichkeit mehr, sie durch eine gewöhnliche Sanierung dauerhaft zu erhalten. Das Bauwerk muss abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Nach den bisherigen Planungen soll der Rückbau Anfang 2027 beginnen, sofern es die Witterung zulässt. Die Arbeiten sollen spätestens im Oktober 2027 abgeschlossen sein. Für den Abriss einschließlich der technischen Planung werden Kosten von rund 8,5 Millionen Euro veranschlagt.

