Zwischen kleinen Händen und großer Wirkung: Wenn Grundschüler in der Erde wühlen, geht es nicht um Schmutz, sondern um Zukunft. In Zirndorf haben Kinder gemeinsam mit der Stadtgärtnerei ein Zeichen für den Klimaschutz gesetzt – und das in Form von Eicheln. Was unscheinbar klingt, ist Teil eines durchdachten Projekts, das dem heimischen Wald mehr Widerstandskraft gegen den Klimawandel verleihen soll.
Bereits im November 2024 begann die Aktion mit einer Eichel-Sammelaktion am Waldspielplatz, bei der zahlreiche Grundschüler mit Engagement und Eifer mehrere Säcke der begehrten Samen zusammentrugen. Unterstützt wurden sie von der Revierförsterin Miriam Reingruber, dem Leiter der Zirndorfer Servicebetriebe Ralf Klein und seinem Team sowie der Klimaschutzmanagerin Cristina Dall’Ozzo. Die gesammelten Eicheln lagerten über den Winter und wurden nun Ende Februar auf einem eigens eingezäunten Testwaldstück ausgesät.
Die Fläche, etwa 3.000 Quadratmeter groß, wurde zuvor intensiv vorbereitet. In rund 800 Pflanzlöcher kamen etwa 15 Kilogramm Eicheln – als sogenannte zweite bis dritte Pflanzgruppe. Ziel der Maßnahme ist es, die Entwicklung der jungen Eichen über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten. Diese Daten sind entscheidend, um Rückschlüsse auf erfolgreiche Wiederaufforstungskonzepte in Zeiten des Klimawandels zu ziehen.
Eichen gelten als besonders klimastabil: Sie kommen besser mit Trockenheit und Hitze zurecht als viele andere Baumarten, speichern CO₂ und bieten gleichzeitig Lebensraum für unzählige Insekten- und Vogelarten. Die Förderung dieser Baumart ist somit nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein starkes Signal für den Erhalt der Biodiversität.
Das Projekt steht exemplarisch für eine gelungene Kooperation zwischen Bildung, Stadtverwaltung und Forstwirtschaft. Es zeigt, wie Klimaschutz ganz konkret und lokal umgesetzt werden kann – mit Langzeitwirkung und pädagogischem Mehrwert.