Wenn die meisten Menschen in Cadolzburg schlafen, beginnt in den Nächten vom 4. bis zum 6. Mai 2026 eine wichtige Prüfung der städtischen Infrastruktur. Die Gemeindewerke testen die Belastbarkeit des lokalen Trinkwassernetzes. Diese Aktion soll wertvolle Daten liefern, um die Wasserversorgung der Region für die Zukunft sicher und effizient aufzustellen.
Die nächtlichen Messungen konzentrieren sich auf Cadolzburg, Wachendorf, Steinbach und Egersdorf inklusive Waldsiedlung und Neubaugebieten. Ortsteile im Versorgungsgebiet des Zweckverbands Dillenberggruppe bleiben unberührt.
Dass die Arbeiten zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr stattfinden, hat technische Gründe. Nur nachts, wenn der allgemeine Verbrauch niedrig ist, lassen sich die starken Wasserentnahmen an einzelnen Hydranten aussagekräftig messen, ohne dass der normale Wasserdruck in den Haushalten spürbar sinkt. Unterstützung erhalten die Gemeindewerke dabei von einem Ansbacher Dienstleister sowie vom Gesundheitsamt Fürth, das die Arbeiten teilweise vor Ort begleitet. Die Polizei ist ebenfalls über die nächtlichen Aktivitäten informiert.
Die gute Nachricht für die Anwohner lautet: Das Wasser wird nicht abgestellt, und die Straßen bleiben frei. Einzig eine leichte Trübung des Leitungswassers ist aufgrund der Druckschwankungen möglich. Dies ist ein rein technischer Effekt und völlig unbedenklich. Ein kurzes Laufenlassen des Wassers reicht aus, bis es wieder klar ist.
Für die Gemeindewerke markieren diese Nächte einen Auftakt. Wie die Verantwortlichen betonen, geht es um den ersten Schritt für einen planvollen Ausbau. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können zukünftige Investitionen in das Netz deutlich präziser und wirtschaftlicher gesteuert werden.
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