Wenn in der Ladenzeile auf der Hardhöhe Tische gedeckt werden, geht es nicht nur um Essen unter freiem Himmel. Am Samstag, 13. Juni 2026, soll dort wieder ein Abend entstehen, an dem Menschen aus dem Stadtteil miteinander ins Gespräch kommen. Das Koordinierte Stadtteilnetzwerk Fürth Hard, getragen von der Diakonie Fürth, lädt gemeinsam mit Ehrenamtlichen und der evangelischen Kirchengemeinde Heilig Geist ab 18 Uhr zum Picknick in «Klein-Manhattan» ein.
Eingeladen sind Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen: Jung und Alt, langjährige Bewohner und neu Zugezogene, Familien, Nachbarn, Freunde und Singles. Das Konzept ist bewusst niedrigschwellig. Gegessen wird an gemeinsam gedeckten Tafeln, Gespräche und Begegnungen stehen im Vordergrund. Auch wer allein kommt, soll einen Platz an einem Gemeinschaftstisch finden. Familien, Nachbarn und Freundeskreise können ihr eigenes Picknick mitbringen und ihre Tische individuell gestalten. Die Diakonie Fürth nennt als Beispiele Fitness- oder 80er-Tische. Besonders originelle Ideen sollen prämiert werden.
Das Picknick ist Teil der Arbeit des Stadtteilnetzwerks Hard. Die koordinierten Stadtteilnetzwerke sollen Begegnung, Beteiligung und Unterstützung im Stadtteil fördern. Das Stadtteilbüro ist dabei Anlaufstelle für Information, Beratung und Vernetzung. Außerdem bietet es Raum für Treffen und Gruppenveranstaltungen.
Dass das Format funktioniert, zeigte sich bereits im vergangenen Jahr. Die Diakonie Fürth berichtete damals in einem Nachbericht von einer bunten Festmeile in entspannter Atmosphäre. Die individuell gestalteten Tische und die Begegnung der Menschen aus dem Stadtteil standen auch 2025 im Mittelpunkt.
Biergarnituren werden gestellt, mitgebracht werden müssen das Picknick, Essgeschirr, Besteck und die Tischdeko. Anmeldung und Tischreservierung unter stadtteilnetzwerk-hard@diakonie-fuerth.de oder telefonisch unter 0911 80 19 19 93 bzw. 0176 455 442 35 bis zum 08. Juni. Für die Anmeldung erforderlich sind Name, Telefonnummer und die Anzahl der Teilnehmer.
Die Hardhöhe entstand nach dem Ende der Nutzung des früheren Flugplatzgeländes als neuer Stadtteil gegen die Wohnungsnot. Laut FürthWiki sah die Planung eine «Trabantenstadt» nach damaligen Städtebauvorstellungen vor, mit Wohnungen, Kirche, Schule, Kindergarten, Geschäften und weiteren Einrichtungen. Zum Konzept gehörte eine Mischung aus Mehrfamilienhäusern, Einfamilienhäusern und stadtbildprägenden Hochhäusern als Zeichen der Modernität.
«Klein-Manhattan» ist ein historischer, eher volkstümlicher Spitzname: Manhattan steht sinnbildlich für Hochhäuser und Großstadtsilhouette. Auf die Hardhöhe übertragen war das natürlich eine augenzwinkernde, lokale Bezeichnung für den damals modernen Stadtteil mit seinen Hochhäusern.
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