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Warnstreik legt heute Teile von Ikea in Fürth lahm – was Kunden jetzt wissen müssen

19. Juni 2026, 09:18 Uhr ,
Warnstreik bei Ikea in Fürth: Beschäftigte demonstrieren für höhere Löhne und gegen Personalabbau. (Foto: Fürth Wiki/Kamran Salimi)Warnstreik bei Ikea in Fürth: Beschäftigte demonstrieren für höhere Löhne und gegen Personalabbau. (Foto: Fürth Wiki/Kamran Salimi)

Am heutigen Freitag kommt es im Einzelhandel zu einer neuen Welle von Warnstreiks. Im Mittelpunkt der bundesweiten Aktionen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di steht das Möbelunternehmen Ikea. Auch am Standort Fürth ruht ab den Morgenstunden teilweise die Arbeit. Nach Angaben von Gewerkschaftsvertreterin Susanne Jansen beginnen die Aktionen gegen 10 Uhr auf dem Parkplatz der Fürther Filiale.

Jansen rechnet mit einer Beteiligung von 200 bis 250 Personen. Neben den Beschäftigten aus Fürth werden zu der Kundgebung auch Mitarbeiter von Ikea Würzburg sowie der dortigen H&M-Filiale erwartet. Das Einrichtungshaus in Fürth bleibt geöffnet, allerdings müssen Kunden mit spürbaren Einschränkungen und längeren Wartezeiten vor allem in den Bereichen Beratung, Restaurant und Reklamation rechnen, wie Jansen gegenüber „Fürth Aktuell“ sagte. Außerdem dürfte es auf dem Parkplatz durch die Demo eng werden.

Bundesweit ist mehr als die Hälfte aller Ikea-Einrichtungshäuser von den Arbeitsniederlegungen betroffen. Silke Zimmer, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel, begründete die Verschärfung des Arbeitskampfes mit der wirtschaftlichen Situation des Konzerns. Im Jahr 2024 habe Ikea in Deutschland einen Gesamtumsatz von 6,1 Milliarden Euro erwirtschaftet, was das zweitstärkste Jahr seit Bestehen des Unternehmens markiere. Zimmer erklärte, wer wirtschaftlich so stark aufgestellt sei, könne auch angemessene Entgeltsteigerungen finanzieren.

Die Gewerkschaft kritisiert zudem die Pläne des Unternehmens zum Personalabbau im Jahr 2026, bei dem erstmals betriebsbedingte Kündigungen an mehreren Standorten drohen.