Die Radschnellverbindung zwischen Nürnberg, Stein, Oberasbach und Zirndorf soll in den kommenden Jahren weiter wachsen. Für den westlichen Abschnitt in Zirndorf planen die beteiligten Behörden den Start der Bauarbeiten im Jahr 2027. Zunächst soll ein Kreuzungsbauwerk an der Westspange entstehen, die übrige rund 1,2 Kilometer lange Strecke soll nach derzeitigem Stand 2028 folgen.
Der neue Abschnitt verläuft nach Angaben des Staatlichen Bauamts Nürnberg von der Jordanstraße bis zur Kreuzung von Rothenburger Straße, Staatsstraße 2245, und Schwabacher Straße. Er soll die Verbindung in Richtung Zirndorf-Leichendorf erweitern und eine Lücke zum bestehenden Biberttalradweg schließen. Im Dezember 2025 war bereits ein erster Teilabschnitt im Bereich einer Kleingartenanlage in Zirndorf für den Verkehr freigegeben worden.
Die Planung sieht je nach örtlichen Bedingungen unterschiedliche Ausführungen vor. Vorgesehen sind Abschnitte mit einer vier Meter breiten Radfahrbahn und getrennt geführtem Fußweg. An anderen Stellen sollen gemeinsame Geh- und Radwege mit einer Breite von fünf Metern entstehen.
Besonders aufwendig ist die geplante Querung der Kreisstraße FÜ 19, der Westspange. Dort soll ein eigenes Kreuzungsbauwerk den Radverkehr möglichst ohne niveaugleiche Kreuzung über die Straße führen. Nach Angaben des Bauamts laufen noch Abstimmungen mit dem Landratsamt Fürth, um die baurechtlichen Voraussetzungen für den Abschnitt zu schaffen.
Landrat Bernd Obst verbindet mit dem Projekt die Erwartung, den Radverkehr im Landkreis zu stärken und eine Alternative zum Auto auf dem Weg nach Nürnberg zu schaffen. Die jüngsten Ergebnisse der Studie «Mobilität in Deutschland» zeigen nach Darstellung des Landratsamts, dass im Landkreis Fürth rund fünf Prozent der Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs liege bei 51 Prozent.
Ob die geplante Verbindung tatsächlich zu einer spürbaren Verlagerung von Fahrten führt, wird sich erst nach ihrer Fertigstellung zeigen. Radschnellverbindungen sollen vor allem längere Alltags- und Pendelwege attraktiver machen, benötigen dafür aber eine möglichst direkte, sichere und durchgängige Führung. Gerade die noch ausstehenden Genehmigungen und der Bau des Kreuzungsbauwerks sind für den angekündigten Zeitplan entscheidend.
Zur Information über die Planungen wurden inzwischen zwei Tafeln aufgestellt. Sie befinden sich an der Frauenschlägerstraße sowie an der Kreuzung Rothenburger Straße und Schwabacher Straße. Dort wird der vorgesehene Gesamtverlauf der Verbindung von Nürnberg über Stein und Oberasbach bis Zirndorf dargestellt.

