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Oberasbach baut den Asbach um: Neuer Bachlauf und Weg auf der Lohbauerwiese

28. Oktober 2026, 12:44 Uhr ,
Beim symbolischen Spatenstich auf der Lohbauerwiese: Tiefbauamtsleiter Marco Wolfstädter, Bürgermeister Thomas Diebenbusch sowie Prof. Gerd Aufmkolk und Peter Fuchs von der Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes. (Foto: Stadt Oberasbach)Beim symbolischen Spatenstich auf der Lohbauerwiese: Tiefbauamtsleiter Marco Wolfstädter, Bürgermeister Thomas Diebenbusch sowie Prof. Gerd Aufmkolk und Peter Fuchs von der Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes. (Foto: Stadt Oberasbach)

Auf der Lohbauerwiese westlich der Bachstraße im Oberasbacher Altort hat die nächste Etappe der Renaturierung des Asbachs begonnen. Am 26. Oktober erfolgte der symbolische Spatenstich für die naturnahe Umgestaltung des nördlichen Wiesenteils. Nach Angaben der Stadt soll die Maßnahme noch 2026 abgeschlossen werden.

Der bisher überwiegend gerade verlaufende Bach soll auf einer Strecke von rund 150 Metern weiter in die Fläche verlegt werden. Vorgesehen ist ein breiteres, geschwungenes Bachbett mit abgeflachten und unterschiedlich steilen Ufern. Totholz, Wurzelstöcke und Steine sollen die Entwicklung natürlicher Uferstrukturen unterstützen.

Eine rund 30 Zentimeter tief angelegte und verdichtete Niedrigwasserrinne soll verhindern, dass bei geringem Wasserstand zu viel Wasser im Untergrund versickert. Zugleich sind zusätzliche Retentionsflächen geplant, die bei hohen Wasserständen Wasser zurückhalten können. Tiefbauamtsleiter Marco Wolfstädter sieht darin einen Beitrag zum vorbeugenden Hochwasserschutz und zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Entlang des neuen Bachlaufs sollen standortgerechte Laubgehölze wie Erlen, Eichen und Ahorn gepflanzt werden. Sie sollen den Bach beschatten und damit auch in trockenen Phasen stabilisieren. Auf den Auenflächen ist zudem die Einsaat artenreicher Extensivwiesen vorgesehen, wodurch Lebensräume für Insekten, Pflanzen und Fische entstehen oder verbessert werden sollen.

Auf der Südseite des Bachlaufs ist ein Weg in wassergebundener Bauweise geplant. Er soll den Walter-Weichlein-Weg fortsetzen und nach Fertigstellung eine durchgängige Verbindung vom Oberasbacher Altort bis nach Rehdorf ermöglichen. Auch das Gelände des früheren Spielplatzes an der Bachstraße soll als Zugang zur Auenlandschaft umgestaltet werden, Sitzgelegenheiten sind laut Stadt möglich, aber noch nicht verbindlich angekündigt.

Die Planung geht auf einen Masterplan des Fürther Landschaftsplaners Christoph Gräßle aus dem Jahr 2011 zurück. Beteiligt sind die Stadt Oberasbach, die seit 2007 aktive Stiftung zur Renaturierung des Asbachgrundes und der Wasser- und Bodenverband Asbachgrund als Eigentümer des Bachlaufs. Bereits umgestaltete Abschnitte liegen unter anderem am Rehdorfer «Biotop», an der Sattlerwiese sowie an den Kreutleser Wiesen zwischen Häsigweg und Gängle.

Die weitere Umsetzung der Renaturierungspläne ist nach Angaben der Stadt nicht nur eine planerische Aufgabe. Der Erwerb landwirtschaftlich genutzter Flächen könne sich hinziehen, zudem begrenze die angespannte Finanzlage Oberasbachs die Handlungsmöglichkeiten. Für das aktuelle Bauprojekt übernimmt der Freistaat Bayern 90 Prozent der förderfähigen Kosten, die Stadt trägt zehn Prozent. Die Stiftung beteiligt sich an nicht förderfähigen Ausgaben, darunter dem Wegebau.

Beim Spatenstich wurde auch der südliche Teil der Lohbauerwiese in den Blick genommen. Dort wachsen seit Dezember 2021 insgesamt 24 Streuobstbäume, darunter verschiedene Apfel-, Birnen- und Zwetschgensorten sowie ein Walnussbaum. Nach Angaben der Stadt könnten einzelne Bäume im kommenden Jahr erstmals Früchte tragen.

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