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Gemeinde Cadolzburg widerspricht Zeitungsbericht: «Eine Wasserknappheit droht nicht»

26. Juni 2026, 14:42 Uhr ,
Die Gemeindewerke Cadolzburg betonen: Das Trinkwasser ist sicher und uneingeschränkt nutzbar. (Foto: Symbolbild)Die Gemeindewerke Cadolzburg betonen: Das Trinkwasser ist sicher und uneingeschränkt nutzbar. (Foto: Symbolbild)

In der Marktgemeinde Cadolzburg ist eine öffentliche Debatte über die kommunale Wasserversorgung entstanden. Hintergrund ist ein Bericht der Fürther Nachrichten, in dem von einer «dramatischen Situation» die Rede ist und die Frage nach einer möglichen langfristigen Wasserknappheit aufgeworfen wird. Die Gemeindewerke Cadolzburg und Erste Bürgermeisterin Sarah Höfler widersprechen dieser Darstellung nun entschieden.

Von einer generellen Notlage könne keine Rede sein. In der Berichterstattung seien mehrere Sachverhalte unzutreffend eingeordnet worden. „Richtig ist: Das Trinkwasser in Cadolzburg ist sicher und uneingeschränkt nutzbar, eine Wasserknappheit droht nicht“, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Mitteilung.

Die neue Werkleitung unter der Führung von Burkhard Bittner führt nach Darstellung der Gemeinde seit Mitte April 2026 eine systematische Überprüfung der gesamten Versorgungsanlagen und Entsorgungsanlagen durch. „Vieles, was in dem Medienbericht als Versäumnis dargestellt wurde, ist in Wahrheit das Gegenteil – nämlich vorausschauendes Handeln: etwa die Suche nach zusätzlichen Wasservorkommen oder die sinnvolle Weiternutzung vorhandener Brunnen, damit Cadolzburg für die Zukunft noch besser gerüstet ist“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Dieser Prozess sei auf einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten angelegt. Laut den Gemeindewerken handelt es sich bei den bisherigen Erkenntnissen nicht um einen Krisenbericht, sondern um eine planmäßige Bestandsaufnahme. Ziel der Maßnahmen sei es, die Anlagen an aktuelle technische Regelwerke anzupassen sowie mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu dokumentieren. „Wir gehen offen und ehrlich mit allen Themen um und benennen sie klar“, so Sarah Höfler. „Die Versorgung unserer Bürger ist und bleibt sicher – und wir stellen heute die Weichen für die Zukunft.“

Auch bei den im Zeitungsbericht genannten Kleingartenanlagen gehe es nicht um eine Wasserknappheit, sondern um den vorsorglichen Schutz des öffentlichen Trinkwassernetzes. Die Gemeinde schreibt dazu: „Einige saisonale Anschlüsse entsprechen nicht mehr den heutigen Hygieneanforderungen – das sieht auch das Staatliche Gesundheitsamt Fürth so. Die Betroffenen wurden am 1. Juni offen informiert. Gemeinsam mit dem Markt und im engen Schulterschluss mit den betroffenen Bürgern in den Kleingartenanlagen sorgen die Gemeindewerke für eine Übergangsversorgung und erarbeiten eine dauerhafte, rechtssichere Lösung.“

Wasser, Strom und die Entsorgung von Abwasser gehörten zur sogenannten Daseinsvorsorge, so die Gemeinde. Damit sei gemeint: Eine Gemeinde müsse, zusammen mit ihren Partnern, dafür sorgen, dass ihre Bürger die lebensnotwendigen Grundleistungen jederzeit verlässlich erhalten. „Diese Versorgung ist kritische Infrastruktur – sie muss zu jeder Zeit funktionieren. Mit dieser Verantwortung geht man sorgfältig um: mit Fakten und Augenmaß, nicht mit Zuspitzung oder Effekthascherei. Das gilt für die tägliche Arbeit ebenso wie für die öffentliche Darstellung“, so die Marktgemeinde in ihrer Stellungnahme zu dem Zeitungsartikel.

Werkleiter Burkhard Bittner erklärte: „Wir reden nichts schön, aber wir verbreiten auch keine Angst. Eine zugespitzte Darstellung wird weder der Sache noch den Menschen gerecht, die hier jeden Tag zuverlässig für die Versorgung arbeiten.“

Für die Zukunft planen die Gemeindewerke nach eigenen Angaben vorausschauende Projekte zur Stärkung der Infrastruktur. Dazu gehöre unter anderem die Suche nach zusätzlichen Wasservorkommen sowie die Weiternutzung bestehender Brunnen für ein separates Löschwassersystem und Brauchwassersystem. Auch die kommunalen Satzungen sollen zeitnah bürgerfreundlicher formuliert werden. Eine Erhöhung der Gebühren sei dabei ausdrücklich nicht vorgesehen. Die Verwaltung arbeite bei all diesen Schritten eng mit dem Landratsamt Fürth und dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg zusammen, betonte die Marktgemeinde.