Die Bereitschaft zur Hilfe in der Not ist in Raindorf und Kagenhof tief verwurzelt. Am Samstagabend feierte die Freiwillige Feuerwehr der beiden Veitsbronner Gemeindeteile ihr 125-jähriges Bestehen mit einem feierlichen Festkommers. Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft würdigten die historische Bedeutung und den unermüdlichen Einsatz der Helfer. Genau am 24. März 1901 hatten 24 Männer die weitsichtige Entscheidung getroffen, den Brandschutz ihres Dorfes gemeinschaftlich zu organisieren.
Die Erste Vorsitzende Maria Waber und ihr Stellvertreter Daniel Haffner eröffneten den Abend und blickten auf die enorme Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zurück. Die hochkarätige Gästeliste unterstrich den gesellschaftlichen Stellenwert der Wehr. Landrat Bernd Obst, der als Schirmherr des Jubiläums fungiert, überreichte der Jubelwehr ein feierliches Fahnenband sowie ein Fass Bier für die anstehenden Feierlichkeiten. Die bayerische Ehrenamtsbeauftragte Gaby Schmidt betonte in ihrem Grußwort, dass das ehrenamtliche Engagement ein unverzichtbares Vorbild für die Gesellschaft sei. Auch der Veitsbronner Erste Bürgermeister Marco Kistner gratulierte herzlich und versprach seinen ganz persönlichen Einsatz beim großen Festwochenende im Sommer, wo er Schichten hinter der Bar übernehmen wird.

Weitere anerkennende Worte sprachen der Landtagsabgeordnete Werner Stieglitz und Kreisbrandrat Frank Bauer, die den Zusammenhalt und die ständige Einsatzbereitschaft der Kameraden lobten. Als Dankeschön der Feuerwehr erhielten die Redner jeweils eine personalisierte Uhr aus massivem Schiefer.
Der absolute Höhepunkt der Veranstaltung war eine streng geheim gehaltene Auszeichnung. Markus Stade, der der Feuerwehr 1986 beitrat und den Verein von 2006 bis 2024 als Erster Vorsitzender maßgeblich prägte, wurde unter großem Applaus zum Ehrenvorstand und Ehrenmitglied ernannt. Die Laudatio hob besonders seine hartnäckige Arbeit im Hintergrund und die erfolgreiche Eintragung als eingetragener Verein hervor.
Am Kriegerdenkmal an der evangelischen Kirche fand die Totenehrung statt. Dazu wurden auch nach der Kranzniederlegung drei Böllerschüsse abgegeben.
Zudem schlug die Feuerwehr ein neues Kapitel ihrer Geschichte auf. Ein von Unterstützern gestiftetes, komplett neues Vereinsbild wurde feierlich enthüllt. Es zeigt alle aktuellen aktiven und passiven Mitglieder und soll nun für die nächsten Jahrzehnte einen Ehrenplatz im Feuerwehrhaus erhalten. Nach weiteren Grußworten der benachbarten und befreundeten Wehren klang der festliche Abend am reichhaltigen Buffet aus.
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