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Doppelter Bombenfund in Fürth: 300 Menschen müssen ihre Häuser verlassen (Stand 5.6. / 16.40 Uhr)

5. Juni 2026
Zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Sondierungsarbeiten in Fürth-Unterfürberg gefunden. Die Evakuierung der umliegenden Wohngebiete läuft bereits. (Foto: Symbolbild)Zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Sondierungsarbeiten in Fürth-Unterfürberg gefunden. Die Evakuierung der umliegenden Wohngebiete läuft bereits. (Foto: Symbolbild)

Bei Sondierungsarbeiten auf einem Feld im Fürther Stadtteil Unterfürberg sind am Freitagvormittag zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wie die Stadt Fürth mitteilt, handelt es sich bei den Fundstücken an der Gruberstraße um zwei Sprengkörper mit einem Gewicht von jeweils 50 Kilogramm. Ein Sprengmeisterteam, die Feuerwehr und die Polizei sind an der Fundstelle im Einsatz.

Aus Sicherheitsgründen wurde ein Evakuierungsradius von 300 Metern um den Fundort festgelegt. Davon sind etwa 300 Personen betroffen. Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Bayerischem Rotem Kreuz haben um 16 Uhr mit der Räumung der Gebäude begonnen. Die Helfer gehen von Haus zu Haus, um die Anwohner zu informieren und zur Räumung aufzufordern. Konkret betroffen sind die Gebäude in der Philipp-Reis-Straße 1 bis 137.

Ebenfalls geräumt wird die Albert-Einstein-Straße, wobei die Hausnummern 10 bis 16, 26 bis 46 sowie 39 bis 53 von der Maßnahme ausgenommen sind. Zeitgleich traten ab 16 Uhr weitreichende Straßensperrungen in Kraft. Betroffen sind die Philipp-Reis-Straße zwischen der Insterburger Straße und der Lilienthalstraße sowie die gesamte Albert-Einstein-Straße.

Für Menschen ohne alternative Unterbringungsmöglichkeit richtet das Bayerische Rote Kreuz eine Notunterkunft ein. Diese befindet sich in der Turnhalle der Soldnerschule in der Soldnerstraße 60 und ist ab 15.30 Uhr geöffnet. Um den Transport dorthin zu erleichtern, stellt die Verkehrsgesellschaft infra zwei Gelenkbusse zur Verfügung. Diese warten an den Kreuzungen Lilienthalstraße und Philipp-Reis-Straße sowie Philipp-Reis-Straße und Insterburger Straße.

Die bevorstehende Entschärfung hat massive Folgen für den Bahnverkehr. Ab etwa 17.30 Uhr wird der Streckenabschnitt zwischen dem Fürther Hauptbahnhof und Fürth-Burgfarrnbach komplett gesperrt. Züge der Linie RE 10 aus Richtung Würzburg wenden vorzeitig in Neustadt an der Aisch. Züge der Linie RB 12 aus Richtung Markt Erlbach sowie die S6 aus Richtung Neustadt enden vorzeitig in Siegelsdorf. Auf den Abschnitten bis Nürnberg kommt es entsprechend zu Zugausfällen. Um die Einschränkungen für Pendler abzufedern, startet ab 17.30 Uhr ein Ersatzverkehr im Pendelbetrieb.

Dafür werden Busse und Großraumtaxis eingesetzt, die zwischen dem Bahnhof in Neustadt an der Aisch und dem Fürther Hauptbahnhof sowie zwischen Siegelsdorf und dem Fürther Hauptbahnhof verkehren. Die Fahrzeuge werden dabei gleichmäßig auf die jeweiligen Startbahnhöfe verteilt.