Dienstag, 21. Juli 2026 19:51
Wetter wird geladen...

Entwarnung in Fürth-Unterfürberg: Sprengmeister Florian Süß entschärft beide Fliegerbomben

5. Juni 2026, 15:14 Uhr
Zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Sondierungsarbeiten in Fürth-Unterfürberg gefunden. Die Evakuierung der umliegenden Wohngebiete läuft bereits. (Foto: Symbolbild)Zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden bei Sondierungsarbeiten in Fürth-Unterfürberg gefunden. Die Evakuierung der umliegenden Wohngebiete läuft bereits. (Foto: Symbolbild)

Bei Sondierungsarbeiten auf einem Feld im Fürther Stadtteil Unterfürberg waren am Freitag zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wie die Stadt Fürth mitteilte, handelte es sich bei den Fundstücken an der Gruberstraße um zwei Sprengkörper mit einem Gewicht von jeweils 50 Kilogramm.

Am Abend konnte nun Entwarnung gegeben werden: Sprengmeister Florian Süß hat mit seinem Team beide Fliegerbomben erfolgreich entschärft. Zuvor hatte ein Großaufgebot an Einsatzkräften das betroffene Gebiet weiträumig geräumt.

Ab 16 Uhr waren Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Bayerischem Rotem Kreuz von Haus zu Haus gegangen, um die Anwohner in einem Radius von 300 Metern in Sicherheit zu bringen. Betroffen waren rund 300 Personen aus der Philipp-Reis-Straße und Teilen der Albert-Einstein-Straße. Für Menschen ohne alternative Unterkunft diente die Turnhalle der Soldnerschule als zentrale Anlaufstelle. Um 18.06 Uhr konnte das Sprengkommando schließlich mit der Arbeit an den beiden Bomben beginnen.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Entschärfung kehrt nun wieder Normalität in Fürth ein. Die Behörden hoben alle weitreichenden Straßensperrungen auf. Damit sind die Südwest-Tangente, die zuvor zwischen Fürth-Fürberg und Burgfarrnbach voll gesperrt war, sowie die Hafenstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

Auch die Umleitungen über die Breslauer Straße und die Würzburger Straße werden obsolet. Der Bahnverkehr nimmt seinen regulären Betrieb ebenfalls wieder auf. Der gesperrte Streckenabschnitt zwischen dem Fürther Hauptbahnhof und Fürth-Burgfarrnbach ist wieder frei befahrbar. Die Ersatzverkehre mit Bussen und Großraumtaxis für die Linien RE 10, RB 12 und S6 können schrittweise eingestellt werden. Die wichtigste Nachricht gilt jedoch den rund 300 betroffenen Anwohnern: Sie dürfen ab sofort wieder zurück in ihre Häuser und Wohnungen.

Die Stadt schrieb zum Ende des Einsatzes: „Unser Dank gilt den rund 200 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr, der Berufsfeuerwehr, Polizei, THW, DLRG und Wasserwacht sowie der Deutschen Bahn, die für einen reibungslosen Ablauf vor Ort gesorgt haben. Und ganz besonders den dort betroffenen Menschen.“

Artikelaufrufe: