Montag, 18. Mai 2026 14:17
Wetter13.6°C | Bedeckt

Millionen für den Hochbau: So profitiert Fürth von den Fördergeldern aus München

18. Mai 2026 , ,
SPD-Landtagsabgeordneter Horst Arnold informiert in Fürth über mehr als 12,5 Millionen Euro an Fördermitteln für kommunale Hochbauprojekte. (Foto: Symbolbild)SPD-Landtagsabgeordneter Horst Arnold informiert in Fürth über mehr als 12,5 Millionen Euro an Fördermitteln für kommunale Hochbauprojekte. (Foto: Symbolbild)

Der Bedarf an moderner Infrastruktur ist auch in Fürth vorhanden. Ob Schulen, Kindergärten oder kulturelle Einrichtungen: Wenn die Stadt baut, geht es schnell um enorme Summen. Eine erfreuliche Nachricht bringt nun der SPD-Landtagsabgeordnete Horst Arnold aus München mit. Über 12,5 Millionen Euro aus staatlichen Fördermitteln fließen im Jahr 2026 direkt in die Kleeblattstadt, um wichtige kommunale Hochbauprojekte zu unterstützen. Die Mittel stammen aus dem Bayerischen Finanzausgleichsgesetz, flankiert von Geldern des Bundes.

Ein genauer Blick auf die Verteilung zeigt, wo in Fürth derzeit der größte Handlungsbedarf besteht. Die Schullandschaft nimmt den Löwenanteil der Fördermittel in Anspruch. So erhält allein das Heinrich-Schliemann-Gymnasium fünf Millionen Euro für seinen ehrgeizigen Ersatzneubau. Das Großprojekt, das am Ende schätzungsweise 85 Millionen Euro kosten wird und dessen Abschluss für 2029 geplant ist, stellt einen Meilenstein für die Bildungslandschaft dar. Weitere vier Millionen Euro gehen an das Helene-Lange-Gymnasium, das ebenfalls neue Räumlichkeiten erhält. Dass auch die sportliche Betätigung der Schülerschaft nicht zu kurz kommt, beweist die Millionensumme für die neue Sporthalle an der Thomas-Kleinlein-Straße sowie der Zuschuss für die Freisportanlagen in Fürth-Nord.

Aber nicht nur die Großen profitieren. Die Stadt investiert massiv in die Jüngsten. Von der Kapellenstraße über die Mannhofer Straße bis hin zum Karl-Reinmann-Kindergarten: Über 1,4 Millionen Euro fließen in Neubauten, Sanierungen und Erweiterungen verschiedener Kindertagesstätten und Horte im Stadtgebiet. Ein weiteres großes Vorhaben abseits der Bildung ist das Stadttheater. Hier investiert der Freistaat eine glatte Million Euro in die Erneuerung der bühnentechnischen Anlagen, um den kulturellen Betrieb auf modernstem Niveau zu halten.

Für den Abgeordneten Arnold ist diese Förderung wichtig, reicht jedoch nicht aus. Er sieht die Kommunen strukturell unterfinanziert und verlangt einen höheren Anteil an den Steuereinnahmen. Ein Anstieg der Quote auf 15 Prozent würde Bayerns Städten und Gemeinden deutlich mehr Handlungsspielraum verschaffen. Bürokratieabbau und direkte Zuweisungen stehen ebenso auf seiner Forderungsliste. Arnold fasst die Situation in einem klaren Appell zusammen: «Denn Investitionen sind erforderlich bei Schulen, Kitas, Krankenhäusern, Wohnungsbau, kulturellen Einrichtungen, ÖPNV, Straßen, Schwimmbädern, Sportstätten und Wasserversorgung.» Dies diene der Daseinsvorsorge und stärke durch Aufträge an Handwerk und Mittelstand direkt die heimische Wirtschaft.