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Studie: In Fürth scheitern Arbeitserlaubnisse häufiger als im bayerischen Schnitt

26. Mai 2026 ,
Barbara Fuchs, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, fordert schnellere und transparentere Verfahren bei Arbeitserlaubnissen. (Foto: Symbolbild)Barbara Fuchs, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, fordert schnellere und transparentere Verfahren bei Arbeitserlaubnissen. (Foto: Symbolbild)

In Stadt und Landkreis Fürth werden Anträge auf Arbeitserlaubnisse für ausländische Arbeitskräfte nach Angaben der Grünen-Landtagsabgeordneten Barbara Fuchs häufiger abgelehnt als im bayerischen Durchschnitt. Grundlage ist ein Gutachten der Universität Konstanz im Auftrag der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag. Die Untersuchung befasst sich mit Bewilligungen und Ablehnungen von Arbeitsgesuchen zwischen 2018 und 2024 auf Kreisebene. Bayern weist demnach im bundesweiten Vergleich zwar eine vergleichsweise niedrige Ablehnungsquote auf. Innerhalb des Freistaats zeigen sich jedoch deutliche regionale Unterschiede.

Für die Stadt Fürth nennt Fuchs für den Zeitraum von 2018 bis 2024 eine Ablehnungsquote von 15,3 Prozent. Damit liegt die Stadt über dem bayerischen Durchschnitt von 13,5 Prozent. Im Jahr 2024 habe die Quote in der Stadt Fürth bei 17,5 Prozent gelegen. Auch für den Landkreis Fürth werden Werte über dem Landesdurchschnitt genannt: Für die Jahre 2018 bis 2024 liege die Ablehnungsquote demnach bei 14,7 Prozent, im Jahr 2024 bei 18,2 Prozent.

Die Spannweite innerhalb Bayerns ist groß. Nach Angaben der Grünen-Fraktion lag die durchschnittliche Ablehnungsquote im Zeitraum 2018 bis 2024 im Landkreis Dingolfing-Landau mit 24,9 Prozent bayernweit am höchsten. Der Landkreis Ebersberg bei München verzeichnete mit 7,9 Prozent einen der niedrigsten Werte.

Barbara Fuchs, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, sieht die Zahlen für Fürth kritisch. Stadt und Landkreis Fürth lebten von Zuwanderung und internationalen Arbeitskräften, erklärte sie. Es sei alarmierend, wenn in der Region überdurchschnittlich viele Arbeitsanträge scheiterten. Wenn Menschen trotz Jobangebot an Bürokratie hängen blieben, erschwere das die Integration und belaste zugleich die wirtschaftliche Entwicklung.

Die Grünen fordern deshalb eine Modernisierung der Verfahren. Nach Darstellung von Fuchs brauche es digitale und transparente Prozesse, klare Zuständigkeiten, standardisierte Abläufe und verbindliche Bearbeitungsfristen. Antragsteller und Unternehmen sollten dadurch mehr Planungssicherheit erhalten. Außerdem sollten Arbeitgeber stärker in die Verfahren einbezogen werden.