Nach nicht einmal acht Monaten Bauzeit ist das neue Übergangsgebäude am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach in Betrieb. Zum Beginn des Schuljahres 2026/27 sind Schüler und Lehrer in den dreigeschossigen Neubau eingezogen. Elf zusätzliche Klassenzimmer sollen die seit längerem angespannte Raumsituation an der Schule entschärfen. Am Donnerstag erfolgte die offizielle Eröffnung mit zahlreichen Gästen. Musikalisch sorgte eine Schulband für den festlichen Rahmen.
Das Gebäude verfügt über eine Nutzfläche von rund 870 Quadratmetern und wurde in Stahl-Holz-Hybridbauweise errichtet. Neben den Unterrichtsräumen gehören die notwendige Ausstattung sowie Neben- und Sanitärräume zur Anlage. Die Baukosten belaufen sich nach Angaben des Landkreises Fürth auf rund 4,96 Millionen Euro und liegen damit im vorgesehenen Kostenrahmen.
«Mit dem neuen Interimsgebäude erhält das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium dringend benötigte Klassenzimmer», sagte Landrat Bernd Obst bei der feierlichen Übergabe. Die neuen Räume böten gute Bedingungen für den Unterricht. Die Band hatte mit dem Song „The Final Countdown“ eingeleitet. Das habe gut gepasst, so der Landrat. Denn das Gebäude sei tatsächlich eine Punktlandung gewesen und quasi mit dem ersten Schultag fertig geworden.
Es handelt sich um eine Übergangslösung. Es soll den zusätzlichen Raumbedarf decken, bis das geplante neue Gymnasium in Cadolzburg voraussichtlich 2031 fertiggestellt ist. Wie groß das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium inzwischen ist, zeigen auch die Zahlen des Kultusministeriums: Im Schuljahr 2025/26 besuchten 1322 Schüler die staatliche Schule. Oberasbachs Erster Bürgermeister Thomas Diebenbusch freute sich ebenfalls über die Fertigstellung und bedankte sich bei allen Beteiligten.
Der Auftrag für das Interimsgebäude wurde im Oktober 2025 an das Unternehmen Kleusberg aus Wissen im Westerwald vergeben, das als Generalunternehmer Planung, Herstellung und Montage übernahm. Ende Januar 2026 folgte der symbolische Spatenstich. Wegen des winterlichen Wetters wurde damals statt Erde Schnee geschaufelt. Bereits Ende April konnte Richtfest gefeiert werden. Zu diesem Zeitpunkt standen die vorgefertigten Stahlmodule; Treppenanlagen und die Dachabdichtung waren eingebaut, und der Innenausbau hatte begonnen. Bei der Planung setzte der Landkreis auf eine modulare Konstruktion. Dadurch soll das Gebäude nach dem Ende seiner Nutzung in Oberasbach mit vertretbarem Aufwand an einen anderen Schulstandort versetzt werden können. Bereits während der Bauphase war eine Nutzungsdauer von etwa fünf bis sieben Jahren vorgesehen worden. Nach Angaben des Landkreises orientiert sich die Bauweise zudem an der eigenen «Leitlinie Bau», die neben Herstellungs- und Unterhaltskosten auch Umweltbelastung und Wiederverwendbarkeit berücksichtigt.
Die konkrete Planung wurde mit der Schulleitung abgestimmt. «Die modernen Klassenzimmer bieten mehr Platz und ermöglichen es, den Unterricht flexibler zu gestalten», sagte Schulleiter Uwe Laux bei der Übergabe. Man sehe dem Gebäude in keiner Weise an, dass es sich um einzelne Module handele, betonte er.

