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Verborgene Schätze unterm Hammer: Stadt Fürth versteigert umfangreichen Kunstnachlass

28. Mai 2026
Historische Möbel, Kunstwerke und Porzellan kommen in einer Wohnung in der Fürther Jakob-Henle-Straße unter den Hammer. (Foto: Auktionshaus Bamberger)Historische Möbel, Kunstwerke und Porzellan kommen in einer Wohnung in der Fürther Jakob-Henle-Straße unter den Hammer. (Foto: Auktionshaus Bamberger)

Eine Fünf-Zimmer-Wohnung in der Fürther Jakob-Henle-Straße gleicht derzeit einem Museum. Wo bis vor Kurzem eine passionierte Kunstliebhaberin lebte, reihen sich historische Möbelstücke an asiatische Kunstwerke und filigranes Porzellan. Da die Stadt Fürth als Erbin des Nachlasses fungiert, kommt die umfangreiche Sammlung nun im Rahmen einer öffentlichen Auktion unter den Hammer.

Die Versteigerung, die in Kooperation mit dem Nürnberger Auktionshaus Bamberger durchgeführt wird, findet am Samstag, 30. Mai 2026, direkt in der Nachlasswohnung im zweiten Stock der Jakob-Henle-Straße 38 statt. Aufgrund der großen Menge an Objekten verzichteten die Verantwortlichen im Vorfeld auf die Erstellung einer detaillierten Inventarliste. Das Auktionshaus spricht in seiner Ankündigung von einer «überreichen Fülle der Objekte».

Das Angebot umfasst Einrichtungsgegenstände aus verschiedenen Epochen. Darunter befinden sich Schränke, Vitrinen und Kommoden aus dem Spätbiedermeier, dem Historismus sowie dem Jugendstil. Neben diesen massiven Großmöbeln kommen auch zahlreiche Kleinmöbel zur Versteigerung. Hierzu zählen eine fünfteilige asiatische Sitzgruppe mit Drachenmotiv, teils geschnitzte Halbschränke mit Steineinlagen sowie diverse Beistelltische und Blumenständer.

Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf feinem Kunsthandwerk und Dekorationsobjekten. Interessenten finden Spiegel in unterschiedlichsten Ausführungen, eine Vielzahl an Decken-, Steh- und Wandlampen sowie historische Uhren bekannter Manufakturen wie Japy Frères Paris oder Lenzkirch. Der Bereich der Asiatika ist besonders stark vertreten und reicht von kleinen Räuchergefäßen und filigranen Cloisonné-Metallarbeiten bis hin zu übergroßen Bodenvasen.

Auch Liebhaber von Porzellan und Glas werden fündig. Die Auswahl reicht von Stücken der Marke Rosenthal aus den 1930er Jahren bis hin zu modernen Objekten sowie grünem Malachitglas der Marke Schlevogt. Abgerundet wird das weite Angebot durch Metallarbeiten, Textilien, historische Handtaschen sowie Bücher und Grafiken mit lokalem Bezug.

Ein lokalkoloriertes Augenmerk liegt auf einer großen Auswahl an Werken des Künstlers Wilfried Nelke. Der 1940 geborene und im Jahr 2000 in Fürth verstorbene Maler wurde 1966 mit dem Kulturförderpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet und prägte das kulturelle Leben der Region. Seine Bilder sind fester Bestandteil der anstehenden Auktion.

Eine Vorbesichtigung gibt es am Freitag, 29. Mai, von 15 bis 18 Uhr. Am Auktionstag selbst stehen die Räume ab 9.30 Uhr offen. Die eigentliche Versteigerung beginnt um 12 Uhr. Bieter müssen beachten, dass für erworbene Gegenstände ausschließlich Barzahlung akzeptiert wird. Kartenzahlungen sind ausgeschlossen. Für die Abholung ersteigerter Objekte sowie für einen möglichen Nachverkauf ist der darauffolgende Montag, 1. Juni, zwischen 14 und 17 Uhr vorgesehen. Da die Parkflächen vor Ort stark begrenzt sind, wird von der Stadt bei der Anfahrt über die Vacher Straße um vorausschauende Planung gebeten.