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Nach dem Starkregen in Fürth: Deshalb lief die Unterführung in Unterfürberg voll

23. Juni 2026, 14:58 Uhr ,
Braune Wassermassen und Schlamm haben die Bahnunterführung am Bahnhof Unterfürberg in Fürth nach einem Starkregenereignis nahezu vollständig geflutet. (Foto: Catalina Walther)Braune Wassermassen und Schlamm haben die Bahnunterführung am Bahnhof Unterfürberg in Fürth nach einem Starkregenereignis nahezu vollständig geflutet. (Foto: Catalina Walther)

Eine braune Wassermasse steht fast bis an die Decke der Bahnunterführung, Schlamm bedeckt den Boden. Am Sonntagnachmittag hat ein Starkregenereignis die Unterführung am Bahnhof Unterfürberg in Fürth nahezu vollständig unter Wasser gesetzt. Doch wie war das möglich? Der Fürther Tiefbauamtsleiter Rudolf Kucera kennt die Antwort.

Nach seinen Angaben war dafür nicht ein technischer Defekt verantwortlich, sondern vor allem die große Wassermenge in kurzer Zeit und der Eintrag von Erdreich und Schlamm. Laut Kucera wurde bei dem Starkregenereignis viel Material von einem angrenzenden Feld in die Unterführung gespült. Dadurch seien die vorhandenen Regeneinläufe wohl verstopft worden. Dem Bauhof seien keine technischen Mängel an der Unterführung bekannt, so Kucera gegenüber „Fürth Aktuell“. Die Entwässerung an der Unterführung sei grundsätzlich funktionstüchtig.

Die Stadt will dennoch zeitnah nachbessern. Der kurz vor der Unterführung vorhandene Straßeneinlauf soll in einen Bergeinlauf umgebaut werden. Ein solcher Einlauf hat ein höheres Aufnahmevermögen und ein größeres Einlaufraster. Dadurch soll verhindert werden, dass der Ablauf bei vergleichbaren Ereignissen wieder so schnell verstopft.

Ganz neu ist das Problem an dieser Stelle offenbar nicht. Nach Angaben des Tiefbauamts gab es im vergangenen Jahr bei Starkregen bereits eine vergleichbare Situation. Auch damals sei viel Material aus dem benachbarten Feld in die Unterführung gespült worden. Solche Schlammeinträge treten nach Einschätzung des Tiefbauamts vor allem dann auf, wenn angrenzende Feldgrundstücke frisch bepflanzt, angesät oder abgeerntet sind. In diesen Phasen sei die Erosionsgefahr besonders groß.

Auch die politische Seite sieht das Thema vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse. SPD-Fraktionschef Maurice Schönleben bestätigte gegenüber “Fürth Aktuell”, die Stadtverwaltung sei mit dem Vorgang befasst. In den Ausschüssen oder im Stadtrat sei die Unterführung nach seiner Erinnerung bislang nicht als konkreter Problempunkt behandelt worden. CSU-Fraktionschef Max Ammon verwies darauf, dass bei sturzbachartigen Regenfällen neben großen Wassermengen auch Geäst, Blätter oder Müll angeschwemmt werden könnten. Die Feuerwehr müsse in solchen Fällen häufig zunächst Wasser abpumpen, damit Abläufe gereinigt werden können.