Bunte Farben, persönliche Geschichten und ein gemeinsames Thema: An der Pestalozzischule in Fürth ist Vielfalt nicht nur ein Begriff geblieben, sondern in vielen Bildern sichtbar geworden. Bei der Kunstausstellung «Pesta, wir sind Vielfalt» setzten sich Kinder und Jugendliche künstlerisch damit auseinander, was Unterschiedlichkeit, Herkunft, Zusammenhalt und Respekt für sie bedeuten.
Viele Kinder und Jugendliche kamen mit ihren Eltern, Verwandten und Freunden zur Eröffnung der Ausstellung. Insgesamt entstanden 287 Bilder. Für jedes Werk konnte abgestimmt werden. Am Ende habe es jedoch keinen eindeutigen Sieger gegeben, weil sehr viele Bilder Stimmen und Punkte erhalten hätten, so Schulleiterin Stefanie Pistor.
Im Mittelpunkt stand aber ohnehin nicht der Wettbewerb, sondern die Auseinandersetzung mit dem Thema. Ein Kind schilderte, es habe Begriffe wie «einzigartig» und «jeder ist anders» aufgeschrieben und viele Farben verwendet, weil auch die Schrift vielfältig wirken sollte. Ein weiteres Werk zeigte Kinder, die alten Menschen über die Straße helfen.
Ein gemeinsames Bild von zwei Mädchen griff das Thema sprachlich auf: Darauf stand in mehr als 30 Sprachen, dass jede Person ist anders sei. Genannt wurden unter anderem Deutsch, Arabisch und Russisch. Die Übersetzungen seien dafür recherchiert und anschließend auf das Bild übertragen worden.
Auch das Thema Heimat spielte eine Rolle. Kinder und Jugendliche berichteten unter anderem von Albanien, der Ukraine, Italien, Spanien, Bosnien und Deutschland. Eine Jugendliche, die aus der Ukraine kommt, sagte, die Ukraine bleibe ihre Heimat, weil sie dort viele Jahre gelebt habe. Sie kenne dort das Essen, die Straßen, die Kultur und die Menschen. Deutschland beschrieb sie als eine neue Welt, die willkommen sei, auch wenn die alte Heimat vermisst werde.
Vorbereitet hatte die Aktion der «Arbeitskreis Vielfalt». Dieser besteht seit dem vergangenen Schuljahr und beschäftigt sich damit, Vielfalt an der Schule zu fördern. Ziel sei es, Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und das gesamte Personal nicht in Kategorien einzuordnen. Jeder solle als Mensch so sein dürfen, wie er sei, unabhängig von Herkunft, Vorlieben oder Interessen, betonte Stefanie Pistor.
Der Elternbeirat unterstützte die Ausstellung mit einem vielfältigen Buffet. Nach Angaben von Martina Kaiser, zweite Vorsitzende des Elternbeirats, und Christine Springer, Schriftführerin im Elternbeirat, kamen Speisen aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Auch eine Lehrerband trat auf. Beide beschrieben die Schule als bunt und lebendig. Besonders schön sei gewesen, dass die Kinder ihre Werke präsentieren konnten und dadurch Wertschätzung erfahren hätten.
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