Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Oberasbach ist der Rohbau für das geplante Überbrückungsgebäude abgeschlossen. Die Fertigstellung dieses Bauabschnitts wurde am Montagvormittag mit einem kleinen Richtfest gefeiert. An der Veranstaltung nahmen unter anderem Landrat Bernd Obst, der Zweite Bürgermeister der Stadt Oberasbach, die Schulleitung, Elternvertreter, Kreisräte sowie Mitarbeiter der beteiligten Baufirmen teil.
Das Projekt, das der Entlastung der aktuellen Raumsituation am Gymnasium dienen soll, liegt laut offiziellen Angaben im Zeitplan. Der Spatenstich fand im Januar 2026 statt. In den darauffolgenden Monaten wurden die Bodenplatte gegossen und die Anschlüsse für die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur gelegt. Auch die technische Anbindung an das Bestandsgebäude ist bereits erfolgt. Das dreigeschossige Gebäude wird in einer nachhaltigen Stahl-Holz-Hybridbauweise errichtet. Die vorgefertigten Stahlmodule, die bereits mit Fenstern ausgestattet sind, wurden aufgestellt. Ebenso sind die Treppenanlagen eingebaut und das Dach abgedichtet. Unmittelbar nach diesen Arbeiten begann der Innenausbau mit der Errichtung der ersten Trockenbauwände.
Landrat Bernd Obst lobte dabei die «gute Zusammenarbeit aller Beteiligten» und verwies auf den planmäßigen Baufortschritt. Den traditionellen Richtspruch sprach Andreas König von der Firma Neucad aus Cadolzburg, die für den Fassadenbau des Projekts verantwortlich zeichnet. Zimmerleute gibt es an der Baustelle nicht, da das Gebäude ein Flachdach hat.
In den kommenden Wochen wird der Generalunternehmer, die Firma Kleusberg, die weiteren Ausbauarbeiten übernehmen. Hierzu zählen Malerarbeiten, die Elektroinstallation sowie die Heizungs- und Sanitärtechnik. Darüber hinaus stehen die Verlegung der Bodenbeläge, Fliesenarbeiten, die Gestaltung der Fassade und die Herrichtung der Außenanlagen an. Nach Abschluss dieser Arbeiten prüfen Sachverständige das Gebäude auf die Einhaltung der Vorschriften in den Bereichen Elektrik und Brandschutz.
Die offizielle Übergabe durch den Generalunternehmer ist für August 2026 vorgesehen. Im Anschluss finden die finalen Ausstattungsmaßnahmen statt. Der Einzug der Schule in das Interimsgebäude ist für Mitte September geplant. Damit kann der Schulbetrieb in den neuen Räumlichkeiten pünktlich zum Schuljahresbeginn 2026/2027 aufgenommen werden.
Das Gebäude bietet Platz für elf Klassenräume sowie die dazugehörigen Neben- und Sanitärräume. Es ist als flexible Übergangslösung konzipiert. Diese soll genutzt werden, bis das neue Gymnasium im benachbarten Cadolzburg fertiggestellt ist. Aufgrund der modularen Bauweise kann das Interimsgebäude nach einer vorgesehenen Nutzungsdauer von etwa fünf bis sieben Jahren demontiert und an einen völlig anderen Standort versetzt werden.
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